[mobil] • WillkommenGESTALTENGartenwelten mit Rosen gestalten: Rosen sind an sich schon was Schönes. Doch wenn man sie nicht nur irgendwo hinstellt sondern ihnen den Platz gibt, für den sie geschaffen ist, entstehen Welten voll Harmonie im Garten.ANGEBOTMein Katalog zum Durchblättern und Durchsuchen, in Listen- oder Galerie-Ansicht. Lauter Sorten, die es noch selten gibt, viel zu selten. Wenn Sie angemeldet sind, mit Vorschau auf das, was zur Zeit noch in Kultur ist.BESTELLENMehr als nur ein Warenkorb: hier geht es um Sie und Ihre Rosen.PRAXISWas man wissen sollte, damit es optimal gedeiht. Das ist nämlich viel einfacher, als die meisten meinen. Wenn man mit der Natur denkt.über Wo bin ich hier nur hereingeraten? Was ist denn das hier für ein Laden?blogHier schreibe ich ab und zu, was mir gerade auf der Zunge liegt oder unter den Nägeln brennt, Kommentare sind willkommen.kontaktAlle Kontaktdaten: Wie Sie mich erreichen und wo Sie mich finden. Nebst dem Gästebuch.


Flausch von Kunden

09. Mai 2012

“Endlich Sie ist da !
Ich hab so lange auf sie gewartet
Eine wunderbare Qualität ,entsprechend Ihrer Berufsphilosophie!
Dass es so etwas heute noch gibt!
Wir sind einfach begeistert!
Die Rose ist die Krönung unseres Gartens.
Wir werden sie gut behüten.
Vielen Dank,und alles Gute für Sie und Ihr Schaffen.
Mit freundlichen Grüßen
G. und K.”

Daumen drücken

20. Februar 2012

Die Winterabdeckung ist jetzt entfernt, wenn kein starker Frost droht, brauchen die Rosentriebe vor allem frische Luft. Reisig oder Vließ bleiben aber griffbereit, falls das Wetter doch wieder umschlägt. Angehäufelt sollten die Rosen auch noch bleiben, das schadet nichts und sichert das “Herz” der Pflanze vor Totalschaden.

In meinem Garten und in der Nachbarschaft sind da, wo bei bis zu -14° die Morgensonne auf die gefrorenen Triebe scheinen konnte, wieder die Knospen erfroren. Je weiter sie im milden Januar schon angeschwollen, zum Teil gar aus den schützenden Hüllblättchen hervorgebrochen waren, desto fahler, farbloser sehen sie aus. Noch sieht man den Schaden nur bei genauem Hinsehen aus der Nähe; von weiter weg wird er erst auffallen, wenn er sich wie 2009 durch Pilzinfektionen auf die Rinde ausdehnt und irgendwann im Mai ganze Triebe absterben – aber so schlimm muß es nicht kommen.

In diesen kühlen Vorfrühlingstagen müssen nun die Rosen diverse Schadpilze abwehren, deren Sporen darauf lauern, über die erfrorenen Knospen in die Leitungsbahnen der Rinde hineinzuwachsen. und dort ein bequemes Leben zu führen. Bei warmem “Wachswetter” ist die Rose im Vorteil dann strömt der Saft wohl einfach zu ungestüm, als daß die Pilze Fuß fassen könnten. Wenn bei kaltem, nassem Wetter der Saftfluß stockt, gelingt es jedoch den Pilzen, sich auszubreiten.

Währenddessen versucht die Rose, unter dem abgestorbenen Gewebe schlafende Ersatzaugen zu aktivieren. Wenn Sonne und starke Wurzeln ihr Kraft verleihen, überhaupt kein Problem, bei wurzelgeschädigten Topfpflanzen dagegen manchmal ein allzu großes. Wenn die neuen Augen schwellen und Farbe zeigen, wird das abgestorbene Gewebe abgestoßen und die Wunde geschlossen und die Gefahr ist erst einmal gebannt. Das ist Schwerstarbeit, und schon beeindruckend zu beobachten, wie schnell die Rosen das schaffen, wenn erst einmal das Wetter paßt.

Hauptsächlich müssen wir also nun auf gutes Wetter hoffen (im Moment sieht es auch danach aus) und uns zusätzlich ein Päckchen Kupferspritzmittel kaufen. Das Kupfer, nach Anweisung verdünnt und mit einer Spritze gleichmäßig über die Rinde verteilt, tötet Pilzsporen ab, bevor sie einwachsen können. Je mehr erfrorene Knospen, desto wichtiger ist jetzt sehr bald diese einzige Spritzung im Jahr. Wenn bei einer besonders empfindlichen Sorte wie meiner ‘Maréchal Niel’ die Rinde bereits lilafleckig wird, ist es allerhöchste Zeit.

Wo die Triebe vor Sonne bei Frost geschützt waren oder ihre Knospen sich von der Januar-Wärme nicht zu unvorsichtigem Austreiben hatten verführen lassen, dürfte nichts passiert sein. Die Knospen und die Rinde müßten ihre normale, frische Farbe und ihren Glanz behalten haben und jetzt mit steigenden Temperaturen normal austreiben können.

Schneiden würde ich geschädigte wie auch heile Triebe erst, wenn wirklich starker Saftfluß herrscht und die Knospen deutlich schwellen. Jede Schnittwunde ist ein offenes Tor für Rindenpilze. Nur alte, starke Pflanzen auslichten kann man schon eher. Am Samstagnachmittag, 10. März besprechen wir hier den Frühajhrsschnitt der Rosen ganz ausführlich, wenn Sie teilnehmen möchten (es kostet 10 Euro), geben Sie bitte vorher Bescheid.

Zeit zum Pläneschmieden

07. Februar 2012

diese Nachmittage im Februar: die Natur scheint wirklich still zu stehen – man muß nichts, nichts gießen, nichts schneiden, nichts säen, nichts hacken – genießen Sie das auch so wie ich?
Es ist ein bißchen als ob im Jahr des Gärtners Sonntag wäre. Nicht jedes Jahr gibt es so eine Zeit, viele Winter hier im Rhein-Main-Gebiet sind ja nur verlängerte November.

Es ist jetzt auch schon wieder länger hell, nicht wahr? Und man sieht vom Fenster durch den ganzen Garten, Sträucher und Bäume lassen den Blick hindurch.

Bilder aus früheren Jahren fallen einem wieder ein, als die Gehölze noch kleiner waren oder andere dort standen. Hat es nicht schöner geblüht, als noch mehr Licht in diese Ecke fallen konnte? Wärs nicht mal Zeit, diesen oder jenen einst netten Busch oder Baum, der sich zum Klotz entwickelt hat und alles dominiert oder gar erdrückt, behutsam auszulichten oder gar mutig abzusägen, damit es wieder bunt wird?

An dieser Stelle sollte ich Sie, glaube ich, mit Ihren Gedanken erst einmal alleine lassen —.

Gerne helfe ich allerdings bei Fragen weiter, am liebsten natürlich was die Gestaltungsmöglichkeiten mit Rosen betrifft. Sie wissen ja, deren gibt es viel, viel mehr als meist genutzt werden. Die Blütenfarben sind ja eigentlich überbewertet, die Wuchsformen, Blattfarben, Rindenfarben (der Winteranblick) dagegen kaum ausgeschöpft. Rosen als große, malerische freistehende Sträucher oder als hohe Sichtschutz-Hecke, als Baumkletterer, als Kaskade, um nur ein paar Beispiele zu nennen, sehen Sie so etwas schon als Bilder in Ihrem Kopf? Wenn icht, dann vielleicht mal auf rosenwelten.de inspirieren lassen. Paßt eines in Ihren Garten?

Ich wünsche Ihnen schöne Vorfrühlingsnachmittage und viele gute Gedanken und Ideen für die Zukunft Ihres Gartens und freue mich auf Ihre Anfragen.

Newsletter 2012-1

31. Januar 2012

Wiesbaden, 31. Januar 2012

Liebe Freunde guter Rosen,

seit drei Jahren lernen wir wieder, mit dem in unseren Breiten eigentlich normalen Winter zu leben, nachdem davor 13 Jahre lang fast nichts mehr erfroren war. Diesmal kommt er spät; mal sehen, wie lang er bleibt.

Die Rosen auf dem Feld liegen seit Dezember dicht an dicht und schützen sich so schon gegenseitig. Im Dezember waren sie mal kurz dick eingeschneit. Seit dem Wochenende sind sie, als Ersatz für isolierenden Schnee, mit weißem Vließ abgedeckt. Für die kältesten Nächte habe ich jetzt noch zusätzlich über die Federstahlstäbe weiße Folie gespannt. Sie reflektiert die Sonnenwärme am Tag, so daß die Luft darunter ziemlich konstant kühl bleibt und die Pflanzen gegen die Wetterextreme draußen isoliert.

Auf den ersten echten Winter vor 3 Jahren waren die Rosen nicht gut vorbereitet gewesen, er hat mehr als einen ganzen Jahrgang umgebracht, in einer halben Stunde, als die Morgensonne die Triebe von der Ostseite her taute, die von plötzlichem Frost in der Nacht zuvor auf -15° schockgefrostet waren. Das war ein großer Verlust, aber auch ein deutliches Zeichen zum Umdenken.

Seither mache ich das meiste etwas anders, als wir es in der Ausbildung gelernt hatten. Düngung, Bewässerung, Schnitt, das muß alles viel mehr im richtigen Maß und zur richtigen Zeit geschehen. Ab Hochsommer schon müssen die Pflanzen wirklich in Ruhe ausreifen können; und im Winter muß die Rinde unbedingt intakt sein, um die Pflanzen vor diesen fatalen Pilzinfektionen zu bewahren (die sich stark ausbreiten und aussehen wie Frostschäden). Viele beliebte Sorten waren nicht ohne Chemie zu kultivieren; die vermisse ich nicht.

In den letzten drei Jahren habe ich dafür nach Herzenslust weniger bekannte, aber viel schönere und robustere Sorten veredelt. Zwei Jahrgänge sind nun mit satten Stückzahlen fertig herangewachsen. Jetzt kann ich wieder über 150 Sorten anbieten. Nur sind es alles eigene und es sind keine Blender-Sorten mehr dabei, wie Sie sie im Gartencenter bekommen: makellos und stets knospig, weil direkt aus dem Gewächshaus, schnell gekauft, kurz toll geblüht und das war’s. Bei mir bekommen Sie Rosen von draußen für draußen, für Jahrzehnte.

In den vergangenen Wochen seit Weihnachten habe ich meinen Katalog im Internet, www.rosenwelten.de, überarbeitet. Jetzt sind Sie herzlich eingeladen: Lernen Sie die neuen, besseren Sorten kennen, lassen Sie sich inspirieren zu Plänen neuer Rosenwelten in Ihrem Garten 2012 und setzen Sie sie beizeiten in die Wirklichkeit um, wenn der Boden wieder offen ist.

Und wenn Sie bereits Rosen von mir haben, teilen Sie Ihre Erfahrungen anderen Lesern mit, jedes Pflanzenporträt hat dafür jetzt eine Registerkarte “Kommentare” bekommen. Sind Sie auf rosenwelten.de angemeldet, finden Sie Ihre Rosen mit Links zum Kommentieren unter “meineRosen”→”früher geliefert”

Drei Hinweise zum Schluß:

  • Bis in den März hinein können Sie viele Rosen (aus dem neuesten Jahrgang, der im Herbst vom Feld geerntet wurde und noch nicht eingetopft ist) auch mit blanker Wurzel kaufen zu entsprechend niedrigerem Preis. Besonders günstig, wenn es bei Ihrem Vorhaben mehr auf eine größere Stückzahl als auf große Pflanzen ankommt. Hier die Liste.
  • Von einigen der auslaufenden Sorten kann ich im kommenden Frühjahr kräftige Pflanzen sehr günstig anbieten. Die Liste finden Sie hier.
  • Anfang März treffen wir uns wieder an einem Samstagnachmittag hier im Garten und auf dem Feld zum Schnittkurs. Es soll nicht nur um den oft viel zu kompliziert dargestellten Frühjahrsschnitt, sondern um alle Sie interessierenden Aspekte naturgemäßer Rosenkultur gehen. Bitte melden Sie sich bei Interesse bald an.

Auch wenn es jetzt erst einmal kalt wird, das Frühjahr ist nicht mehr weit!

Viele Grüße

Bernhard Höpfner

Noch mehr zum Thema Winterschutz auf rosenwelten.de

Selbermachen als Revolution

18. Januar 2012

Aus den “Hausnachrichten“, Ausgabe Herbst 2011 von Manufactum

“Aber was heißt schon konservativ? Wer sich heute nach Jahrzehnten unhinterfragter, hochtechnisierter Lebensmittelindustrie darum bemüht, wenigstens ein stückweit wieder die Kontrolle über das tägliche Essen zurückzugewinnen, und durch eigenes Gärtnern einen Ausweg aus dem künstlichen Paradies der spottbilligen Supermarkt-Lebensmittel sucht, ist am Anfang des 21. Jahrhunderts alles andere als konservativ. Das aber ist das hauptsächliche Ansinnen – unseres und das eines Großteils der Gärtner: das Selbermachen, auch als Notwehr gegen die zugewiesene Rolle als bloßer Konsument. Wir sehen darin etwas, das größer ist als eine Mode. Etwas, das man angesichts der fortschreitenden Marktentwicklung im Lebensmittelbereich ganz anders beschreiben könnte: als Umkehr, als Re-volution.”

Große, aber sehr wahre Worte, wie ich meine.

Jetzt besonders günstig

22. Dezember 2011

der neue Jahrgang ist jetzt geerntet und bis März bei frostfreiem Wetter aus dem Einschlag “mit blanker Wurzel” im Angebot. Günstig zu versenden wegen des geringen Gewichts und günstig für Leute, die größere Stückzahlen brauchen wegen des Preises.

Sieben Müller und ein adeliger Herr aus Preußen

30. November 2011

Sieben Mühlen hat der kleine Bach mit den vielen Namen einst angetrieben, an dem mein Rosenfeld liegt. Er entspringt im Taunus, fließt durchs Weilburger Tal, als Belzbach durch Dotzheim, als Ochsenbach weiter, als Mosbach durch Biebrich, wo er durch den Schloßpark plätschert und dann auch schon gleich in den Rhein mündet.

1869, kaum hatte Preußen das Land hier erobert und annektiert, baute sich ein adeliger Herr aus Westpreußen, Freiherr Constantin von Zacha-Strelitz, etwas weiter westlich in Georgenborn ein Schloß und wollte partout im zugehörigen Schloßpark Teiche mit Wasserspielen haben. Geradlinig wie diese preußischen Herren sind, ließ er sich eine Wasserleitung legen, die die Quelle unseres Mühlbachs anzapfte. Das Wasser im Bach hatte schon bisher für die sieben Mühlen eher schlecht als recht gereicht, nun ging nichts mehr.

Die sieben Müller (bachaufwärts:)

  • Valentin Weckbacher auf der Lohmühle
  • Georg Haas auf der (unteren) Grundmühle
  • Jean Heil aif der der Wahlmühle [alias Kahlemühle, direkt neben meinem Feld]
  • Adam Kneip auf der Straßenmühle
  • Peter Schmidt auf der Kloster Eberbacher Mühle
  • Witwe des Andreas Kahl auf der Sonntagsmühle
  • Conrad Carl Müller auf der Obergrundmühle
  • setzten sich also zusammen und fertigten am 12. November 1869 eine Eingabe an die neue Regierung in Wiesbaden, worin sie ihre Lage und die Ursache ihrer Verzweiflung schilderten.

    Nun hätte die Regierung landesväterlich weise abwägen können: den wirtschaftlichen Nutzen von sieben Mühlen, die Steuern und Abgaben, die ihr von denen zuflossen, gegen das Privatvergnügen des westpreußischen Herrn an dem Geplätscher in seinen Teichen. Aber die Akten lassen keinen Zweifel: es war keine gute alte Zeit damals. Die Eingabe wurde abgelehnt mit der arroganten Bemerkung, gegen den Wasserklau des Adelsherrn sei “nichts zu erinnern”, also einzuwenden. Die Mühlen sind dann alle eingegangen, nur einige überdauerten noch eine Zeitlang als Ausflugsgaststätten.

    (nach Rolf Schwalbach, Die Mühlen zwischen Dotzheim und Biebrich (Schriften des Heimat- und Verschönerungsvereins Dotzheim e.V., 28) Wiesbaden: Thorsten Reiß Verlag, 2011, S. 165-167)

    “Grenzen des Wachstums”: Dennis Meadows im Bundestag

    31. Oktober 2011

    Dennis Meadows sah die “Grenzen des Wachstums” schon 1972. Ich erinnere mich noch gut. Alle lasen es, überall wurde darüber geredet. Es gab ein paar Sonntage, an denen wir auf der Autobahn spazierengingen, weil sie zwecks Energiesparen “autofrei” erklärt worden waren. Es galt als unanständig, alles mögliche elektrisch machen zu wollen und dafür lauter neue Geräte zu kaufen, von Dosenöffner bis Rolladenantrieb. Man erwartete, daß nun umgedacht und umgesteuert würde, um die Katastrophe zu vermeiden. Damit man sich einen sparsameren neuen Kühlschrank kaufen konnte, gabs Zuschuß von den Stadtwerken.

    Aber wie es bei den Rauchern ist, die sich “nur eine noch” genehmigen, bevor sie ganz bestimmt aufhören, fing man doch wieder an, Elektrogeräte zu kaufen. Irgendwann kam Kohl mit der “geistig-moralischen Wende”, die er sogar den Brüdern und Schwestern im Osten zugutekommen ließ, und plötzlich hieß es, wenn der Strom nicht mehr von den Stadtwerken sondern von einer Privatfirma kommt, sei er viel billiger und man könne so viel davon verbrauchen, wie man will. Nun gings erst richtig los: Weihnachtsbeleuchtungen wurden Mode und immer protziger, und wer seinen Kuchenteig noch von Hand rührte und den Kaffee von Hand filterte, wurde nicht ganz ernstgenommen. Die Waldschadensberichte verschwanden auch aus den Nachrichten und die Autos wurden natürlich von Jahr zu Jahr dicker.

    Mit anderen Worten, Mr. Meadows konnte alles eintreffen sehen, wovor er gewarnt hatte. Ich wußte, ehrlich gesagt, gar nicht, daß es ihn noch gibt, beinahe möchte man sagen, daß er es ausgehalten hat, diesen frohen Aufbruch in Richtung Abgrund so lang mitanzusehen.

    Eine hervorragende Idee, ihn in den Bundestag einzuladen, wo eine leider wahrscheinlich wenig einflußreiche Kommission wieder einmal an dem Thema “Grenzen des Wachstums” arbeitet. Diesen kurzen Bericht darüber fand ich gerade durch einen Tweet von @linksfraktion:
    http://www.linksfraktion.de/im-wortlaut/es-wird-kommenden-20-jahren-radikalen-aenderungen-kommen/.
    Muß mal sehen, ob es nicht noch mehr darüber gibt.

    Neue Ernte

    30. Oktober 2011

    Für den, der einen leeren Garten oder ein großes Pflanzprojekt hat, ist ab November einfach die günstigste Pflanzzeit.

    Die Rosenveredlungen des Vorjahres sind jetzt soweit ausgereift, daß ich sie in den nächsten Wochen vom Feld ernten kann. Über Winter schlage ich sie geschützt in meinem Garten ein, und im zeitigen Frühjahr werde ich sie wieder eintopfen. [Mehr darüber im Kultur-Porträt am Ende des 2. Jahres]

    Diese Rosen kann ich bis ca. Mitte/Ende März, bevor der Austrieb einsetzt, “mit blanker Wurzel” verkaufen. Die Kosten und Mühen der Kultur im Topf stecken noch nicht darin, deshalb kann ich sie zum Preis von 12 €/St, mit Mengenrabatten bis zu 10 €/St. anbieten. Da sie leicht sind, sind sie auch leicht und billig zu versenden.

    Für ein gutes Anwachsen sind einige besondere Regeln zu beachten. Die Erfolgsaussichten sind ziemlich gut, nehmen erst ab, je länger man bis ins Frühjahr hinein wartet. Wenn Sie mit solchen Rosen aus anderen Quellen schlechte Erfahrungen gemacht haben, kann es an der Art gelegen haben, wie sie dort gelagert worden waren, in Kühlhäusern werden sie z.B. oft trocken und von Schimmelpilzen befallen. Bis vor 30 Jahren, bevor es die Containerkultur gab, hat man alle Rosen und Obstbäume im Winter in der Baumschule aus dem Einschlag gekauft und mit blanker Wurzel gepflanzt.

    Die Übersicht der verfügbaren Sorten wird jetzt täglich auf den neuesten Stand der Ernte gebracht. Es werden im Lauf der nächsten 2-3 Wochen alle Sorten hinzukommen, die im Hauptkatalog für “ab Mai 2012″ als Rosen im 4-l-Container angezeigt werden. Fragen Sie bei Interesse einfach an, ob Ihre Wunsch-Sorte dabei sein wird.

    Um auch größere Pflanzungen mit kleinem Budget zu verwirklichen, sind Rosen mit blanker Wurzel eine günstige Alternative. Gleichwohl bleiben zwei Vorteile von Rosen im Container: ein bereits gut entwickelter Wurzelballen, der den Start sichtbar beschleunigt, und die unbeschränkte Pflanzbarkeit während des ganzen Jahres, auch in voller Blüte. Auch mit Rosen im Container ist es aber möglich, größere Projekte günstig umzusetzen, denn bei Sorten, von denen größere Stückzahlen vorhanden sind, gibt es Mengenrabatte bis zu 66%. Bitte fragen Sie bei Interesse einfach an.

    Weltuntergangs-Apfelbäumchen

    26. Oktober 2011

    Viele in meiner twitter-Timeline sind heute nach der Abstimmung über EFSF sehr ungehalten über Politiker und Parlament im allgemeinen und pessimistisch bis sarkastisch, was die Zukunft angeht.
    Ich bin mir zwar nicht sicher, ob das den Weltuntergang bedeutet, da käme manch andere Entscheidung auch in Frage, aber Luther hat ja geraten, an solch einem Tag ein Apfelbäumchen zu pflanzen.
    Nun habe ich eigentlich Äpfel genug im Garten, aber zwei Spalierbäume, nun 20 Jahre alt, ein Ontario-Apfel und eine Bühler Zwetsche, haben nie etwas Gescheites getragen und waren nun auch keine Zierde mehr am Zaun zum Nachbarn.
    Kurz, sie sind nicht mehr. Dafür wird dort eine hohe (1,50 bis 3 m) Rosenhecke wachsen. Ich stelle sie mir sehr schön vor, zumal sie zur Hälfte den Platz mit einrahmt, an dem wir im Sommer gern sitzen, und zähle sie mal von vorn nach hinten, von der Sonne in den Halbschatten, auf:
    damascena Trigintipetala
    La Reine
    Mme Ernest Calvat
    Mme Pierre Oger
    Mme Isaac Pereire
    Souvenir du Docteur Jamain
    rugosa Sarah van Fleet
    rugosa Agnes
    rugosa Conrad Ferdinand Meyer
    Fantin Latour
    alba Maidens Blush
    gallica Conditorum
    Variegata di Bologna

    “… verkaufen wir importierte Ware aus Übersee, das rechnet sich, aber unsere Ware können wir vergessen.”

    25. Oktober 2011

    Warum das so ist oder sein soll, daß Schnittrosen fast nur noch aus Übersee kommen, obwohl die weltweit wichtigsten Züchter wie eh und je vor den Toren Hamburgs residieren, dem geht eine Film-Dokumentation von Michael Richter auf den Grund. Ein Film über Ausbeutung, Naturzerstörung und Existenzzerstörung im Namen der Königin der Blumen.
    http://www.einsplus.de/EinsPlus/Tagesprogramm/Tagesprogramm-Sendung-EinsPlus?eventID=1016946743709
    Dank an @muehlenwind für den TV-Tip!

    Nachtrag 26.10.2011: Der obige Link führt schon ins Leere, beim SWR gabs den Film auch, da ist die Seite noch online.

    Starke Argumente gegen Krieg

    13. Oktober 2011

    Las gerade “So ticken Bomberpiloten. Ein Psychogramm des Tötens”.

    Nach dem Vietnam-Krieg nahmen sich mehr Soldaten das Leben, als im Krieg getötet worden waren.

    Menschen, wie andere Tiere, haben von Natur aus eine starke Hemmung, ihresgleichen zu töten. Regierungen ersinnen immer raffiniertere Tricks, diesen Instinkt auszuschalten. Doch je stärker er im Moment des Krieges unterdrückt wird, desto stärker meldet er sich später und stürzt den Menschen in tiefste Verzweiflung.

    Ich hatte das mitbekommen, aus Literatur, aber immer gedacht, es sei mehr die Ausnahme. Es ist aber die Regel. “Eure Taten werden auf Euch lasten über viele Generationen,” steht glaube ich, irgendwo im Alten Testament. Alfred Andersch hat seinen Vater beschrieben, der als Krüppel den Ersten Weltkrieg überlebt hatte. Mein Vater hat nicht viel erzählt, andere aus dieser Generation konnten nicht aufhören, von Heldentaten zu erzählen, beides hilflose Versuche, mit etwas Ungeheurem fertigzuwerden.

    Danke @Ober_Franke der den Link zu dem Artikel getwittert hat.

    “Wolle Rose kaufe?” – Was ist da los?

    03. Oktober 2011

    Man hat das Schönste, was es im Reich der Pflanzen gibt, in ordentlicher bis exzellenter Qualität aus eigener, nachhaltiger Produktion zu fairen Preisen mit viel Information und Beratung drumrum im Angebot und muß es anpreisen wie sauer Bier, fast wie die armen Leute, die von Tür zu Tür ziehen um Bürsten zu verkaufen, die kein Mensch braucht, aber ein paar halt aus Mitleid abnehmen. Was ist da los?

    Die wenigen, die den Weg gefunden haben, sind meist wie verzaubert von den Düften, und die vor zwei drei Jahren Rosen von hier gepflanzt haben, kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, was das für robuste, starke Büsche geworden sind, schöner und größer von Jahr zu Jahr. Aber wem man das sagt, der zuckt nur mit den Schultern und klickt weiter. Was ist da passiert?

    Heute vor acht Jahren haben mein damaliger Kollege und ich das erste kleine Stück von einem Freund überlassene Land mit Hacke und Handfräse zur ersten eigenen Rosenkultur vorbereitet, die dann am 1. März 2004 begann. Den selbständigen Baumschulen hier in der Gegend ging es da schon seit über einem Jahrzehnt schlecht, aber Rosen wurden doch immer noch gern gekauft, da brauchten wir als Verkäufer, wo auch immer wir da arbeiteten, niemanden lange zum Kauf zu überreden. Deshalb die Spezialisierung auf Rosen, als ich es wagte, mich selbständig zu machen. Kein Mensch hätte einen vor so wenigen Jahren noch irgendwie mit einem Straßenhändler in Verbindung gebracht, der nachts durch verrauchte Kneipen zieht, um Betrunkenen seine schäbigen Schnittblumen aufzudrängen. Dabei habe ich in den paar Jahren ein Sortiment aufgebaut, von dem die Betriebe, in denen wir damals Rosen verkauften, noch nicht mal geträumt haben.

    Kein Mensch braucht eine Rose, aber eine Pflanze, die ohne viel Umstände gedeiht und blüht und eventuell sehr schön duftet, macht das Leben für jeden reicher. 18 Euro mag ein stolzer Preis scheinen, doch für eine Pflanze, die Jahrzehnte alt wird und jedes Jahr ohne merkliche Folgekosten schöner und größer, ist es ein Klacks. Für 18 Euro kriegt man vielleicht ein nicht besonders üppiges Mittagessen im Restaurant, das bis zum Abend satt macht, oder ein paar Liter Benzin, die gerade mal den Boden des Tanks bedecken.

    Es müssen irrationale Gründe sein, daß so wenige Leute sich noch Rosen kaufen. Es fing ziemlich genau im Sommer 2008 an. Nicht daß es da auf einmal allen schlecht gegangen wäre, aber das Gefühl ergriff alle, daß es nicht mehr so weitergeht. Eigentlich sollte man denken, daß man da Unnützes einspart, Sachen repariert statt sie einfach fortzuwerfen, mehr selber kocht statt Fertiggerichte zu kaufen, den Irrsin ufgibt, ständig die allerneueste Hardware und das angesagteste Telefon haben zu müssen. Zumal die Nachrichten dafür sprechen: Wir ersticken im Müll, die unnütz verpulverte Energie macht unser Klima kaputt, die Lebensmittelindustrie ekelt uns an. Eiegntlich hätte der Mann vom Gärtnereiverband recht haben können, der damals beruhigte: Immer wenn es den Leuten schlechter geht, geht es den Gärtnern gut, die Leute bleiben im Urlaub daheim und machen es sich im eigenen Garten schön.

    Doch es geht genau umgekehrt: Die Leute haben der Penetranz der Werbeindustrie nichts entgegenzusetzen. Je nervöser man wegen der Zukunft wird, desto mehr tröstet man sich beim Konsum dessen, was die Hochglanzprospekte als “Schnäppchen” anpreisen. Eine Firma, die nur etwas in bester Qualität und verantwortlich gegenüber der Umwelt herstellt, und seien es Rosen, bleibt links liegen. Nicht bewußt, man hat nichts dagegen, es werden ja dort keine Hähnchen gequält, aber man kauft eher die Hähnchen der bekannten Marke als die Rosen des Nachbarn. Einfach so halt. Ohne böse Absicht wahrscheinlich. Es macht es eben mit einem.

    Sollte man es begründen, könnte man wahrscheinlich sagen, daß man ja ein paar Rosen hat, die seien gut genug, und man habe auch kein Geld für Unnötiges übrig und zu wenig Zeit, sich groß umn den Garten zu kümmern. Aber das alles war vor fünf, zehn Jahren nicht anders. Es hat damals aber niemanden davon abgehalten, hin und wieder eine von dunklen Koniferen zugewachsene Gartenecke abzuholzen und mit fröhlichen, blühenden und duftenden Rosen neu zu gestalten.

    Was ist also passiert? Und ist man dem machtlos ausgeliefert? Muß man sich einfach dem Markt anpassen? Ist Rosen veredeln einfach so tot wie viele andere alte Handwerkskünste? Sollen wir alle nur noch Handys und andere nutzlose Dinge verkaufen, die aus Südostasien kommen? Bzw bei den wenigen neuen Reichen das Laub vom Rasen kehren und die Dachrinnen reinigen?

    Es bräuchten doch nur ein paar Leute nachdenken, wofür sie ihr weniges Geld, solange sie noch welches haben, ausgeben. Für etwas, das ihnen selbst Freude bringt, nicht den Besitzern irgendwelcher Marktketten. und von dem ihre Nachbarn leben können. Viel Umweltzerstörung wäre dann im selben Aufwasch auch gleich beseitigt.

    Ach ja, hier gehts zum Rosen-Katalog.

    twitter-Follower sind jetzt automatisch Rosenwelten-Insider

    01. Oktober 2011

    Für einige Funktionen muß eine Website den Benutzer wiedererkennen, zum Beispiel damit der eine Liste seiner Favoriten anlegen und aus den verschiedenen Größen die passenden Pflanzen zum Abholen oder Zuschicken reservieren kann.

    Anderes möchte ich gern guten Kunden und Freunden vorbehalten, zum Beispiel das gesamte Angebot zu überblicken, inklusive Sahnestückchen in kleinsten Stückzahlen und was derzeit noch in Kultur ist und nächstes oder übernächstes Jahr fertig wird. Und Erfahrungen mit gekauften Sorten anderen mitteilen.

    Meine Follower auf twitter sind ja nun alles andere als Fremde. Vom Blick aufs Wetter in aller Frühe über den Blick in die Zeitungen, Kommentare zu Livestreams von wichtigen Debatten, bis zu den Stoßseufzern zu Feierabend und den bissigen Bemerkungen zu den Talkshows im Fernsehen verbringen wir Tage miteinander. Endlich habe nun auch ich ein Plugin, twitconnect, gefunden, das die twitter-Identität an das WordPress-Anmeldesystem, das rosenwelten.de nutzt, weitergibt.

    Liebe twitter-Follower, Ihr klickt also bei der rosenwelten-Anmeldung einfach auf “sign in with twitter” und bestätigt beim ersten Mal in einem Popup-Fenster, daß rosenwelten Eure twitter-Anmeldung wissen darf. Damit seid Ihr automatisch auch auf rosenwelten.de keine Fremden mehr sondern Stammgäste, registriert unter Eurem twitter-Namem mit angehängtem “@twitter”. Herzlich willkommen zum Pflanzen aussuchen, merken, reservieren, bestellen und kommentieren! Ich freue mich auf Euch und bin gespannt, wie Ihr es findet.

    Til ungdommen (Nordahl Grieg, 1936)

    26. September 2011

    Habe mal versucht, das Gedicht von Nordahl Grieg, das seit 22. Juli in Norwegen im Gottesdienst, bei Beerdigungen, Versammlungen und Gedenkstunden so gern gesungen wird, so daß es sogar als neue Nationalhymne vorgeschlagen worden ist, zunächst eher wortgetreu zu übersetzen. Bin dankbar für Korrekturen/Verbesserungen.

    Ein englischer Wikipedia-Artikel bietet Informationen über das Gedicht und verschiedene englische Übersetzungen und auf youtube kann man verschiedene Aufführungen sehen und hören. Über den Dichter Nordahl Grieg (1902-1943) kann man in der deutschen Wikipedia nachlesen.

    Kringsatt av fiender,
    gå inn i din tid!
    Under en blodig storm -
    vi deg til strid!

    Kanskje du spør i angst,
    udekket, åpen:
    hva skal jeg kjempe med
    hva er mitt våpen?

    Her er ditt vern mot vold,
    her er ditt sverd:
    troen på livet vårt,
    menneskets verd.

    For all vår fremtids skyld,
    søk det og dyrk det,
    dø om du må – men:
    øk det og styrk det!

    Stilt går granatenes
    glidende bånd
    Stans deres drift mot død
    stans dem med ånd!

    Krig er forakt for liv.
    Fred er å skape.
    Kast dine krefter inn:
    døden skal tape!

    Elsk og berik med drøm
    alt stort som var!
    Gå mot det ukjente
    fravrist det svar.

    Ubygde kraftverker,
    ukjente stjerner.
    Skap dem, med skånet livs
    dristige hjerner!

    Edelt er mennesket,
    jorden er rik!
    Finnes her nød og sult
    skyldes det svik.

    Knus det! I livets navn
    skal urett falle.
    Solskinn og brød og ånd
    eies av alle.

    Da synker våpnene
    maktesløs ned!
    Skaper vi menneskeverd
    skaper vi fred.

    Den som med høyre arm
    bærer en byrde,
    dyr og umistelig,
    kan ikke myrde.

    Dette er løftet vårt
    fra bror til bror:
    vi vil bli gode mot
    menskenes jord.

    Vi vil ta vare på
    skjønnheten, varmen
    som om vi bar et barn
    varsomt på armen!

    Umzingelt von Feinden,
    tritt ein in deine Zeit!
    Unter einem blutigen Sturm
    weih dich dem Streit!

    Mag sein, du fragst in Angst
    - ungedeckt, offen -:
    womit soll ich denn kämpfen,
    was ist meine Waffe?

    Dies ist dein Schutz vor Gewalt,
    dies ist dein Schwert:
    Der Glaube an unser Leben,
    des Menschen Wert.

    Um all unsrer Zukunft willen,
    such ihn und förder ihn,
    stirb, wenn du mußt – doch
    vermehr ihn und stärk ihn!

    Still wie am laufenden Band
    fliegen Granaten.
    Stop ihren Todestrieb,
    stop ihn mit Geist!

    Krieg ist Leben verachten,
    Frieden ist schaffen.
    Setz deine Kräfte ein,
    der Tod soll verlieren!

    All das Große, das war,
    lieb es und bereicher’s durch Träume!
    Geh auf das Unbekannte zu,
    entringe ihm Antworten.

    Noch ungebaute Kraftwerke,
    noch unbekannte Sterne,
    schaff sie mit mutigen Köpfen
    mit Leben derer, die bewahrt wurden!

    Edel ist der Mensch,
    die Erde ist reich!
    Gibt es hier Not und Hunger,
    liegt’s an Verrat.

    Weg damit! Im Namen des Lebens
    muß das Unrecht fallen.
    Sonne und Brot und Geist,
    das gehört allen.

    Die Waffen sinken dann
    kraftlos zu Boden.
    Schaffen wir Menschenwert,
    schaffen wir Frieden.

    Wer auf dem rechten Arm
    eine Last trägt,
    die ihm teuer ist und nicht verlorengehen darf,
    der kann nicht morden.

    Dies ist unser Versprechen
    von Bruder zu Bruder:
    Wir wollen gut werden/bleiben
    zur Erde der Menschen.

    Wir wollen achtgeben auf
    die Schönheit, die Wärme,
    als ob wir trügen ein Kind
    achtsam im Arm!

    Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen

    15. September 2011

    Neu auf rosenwelten.de: Bei jedem Sortenporträt gibt es jetzt ein Tab “Kommentare”. Hier können Sie als registrierte Besucher Ihre Erfahrungen mit den Rosen von rosenwelten mitteilen. Steht im Moment natülich noch nicht viel drin, wird aber hoffentlich bald mehr.

    Wer macht die Gartenarbeit?

    30. August 2011

    In der taz steht heute:

    In den Freizeitaktivitäten zeigen sich die sozialen Unterschiede. Leute mit Hauptschulabschluss treffen sich häufiger als Menschen mit Abitur mit Großeltern und Enkeln, halten häufiger Mittagsschlaf, lösen öfter Kreuzworträtsel und Sudoko und machen mehr Gartenarbeit. Menschen mit Abitur hingegen lesen und schreiben mehr Emails, surfen öfter im Internet, lesen mehr Bücher, treiben mehr Sport und haben mehr Sex als BürgerInnen mit Hauptschulabschluss.

    Dabei haben die Menschen mit Abitur, so sie denn ein höheres Einkommen haben, wahrscheinlich die größeren Gärten. Fragt sich, wer dann in diesen Gärten die Arbeit macht? Sind sie etwa alle so naturbewußt und planerisch genial, daß sie pflegearme Gärten angelegt haben? Oder lassen sie die Gartenarbeit vonMenschen mit Hauptschulabschluß machen?

    Weiter erfährt der Leser:

    Geringverdiener mit einem Haushaltseinkommen unter 1000 Euro im Monat geben öfter an als Besserverdiener, in ihrer Freizeit auszuschlafen, “seinen Gedanken nachzugehen”, Fahrrad zu fahren oder Spazieren zu gehen. Besserverdiener mit einem Einkommen von über 3 500 Euro hingegen besuchen häufiger Restaurants, machen mehr Ausflüge, gehen öfter ins Fitnesstudio und verbringen mehr als doppelt soviel Zeit mit dem Internet.

    Läuse

    30. August 2011

    In diesem schönen Video von Alvar Freude sieht man gut, wozu Pflanzen Borsten oder Härchen auf dem Stengel haben. Für Läuse mit ihren kurzen Beinchen muß das so ähnlich sein wie wenn unsereiner durch hüfthohes Gestrüpp zu laufen versuchte:
    Läuse

    Konditorenkunst mit Rosen

    16. August 2011

    Vorvorige Woche hat jemand auf dem Rosenfeld fünfzig weiße und rosa Rosenblüten gepflückt, sorgfältig nebeneinander in eine Schachtel gesetzt und nach hause gebracht. Dort wurden sie in Eiweiß getaucht und dann mit Puderzucker überzogen:
    Kandierte Rosenblüten trocknen auf der Wäscheleine
    Auf der Leine mußten sie mehrere Tage trocknen, da war bestimmt kein schlechter Duft im Zimmer:
    Kandierte Rosenblüten trocknen auf der Wäscheleine
    Schließlich kamen sie auf eine dreistöckige Torte:
    Hochzeitstorte mit kandierten Rosenblüten
    Danke für die Bilder und großen Respekt für das Kunstwerk!

    Kleine Guttenbergs

    07. März 2011

    Kleine Guttenbergs muß es viele geben. Auf Anhieb fallen mir zwei Auszubildende ein:

    Einer wußte, daß er später in die Fußstapfen seines geschäftlich “erfolgreichen” Vaters treten würde. Zuvor sollte er allerdings Gärtner lernen. Wir zeigten ihm am ersten Tag Ackerflächen mit allerlei verschiedenen komplizierten Kulturen und wollten ihm etwas Vorfreude vermitteln auf den Stolz darüber, was er alles nach der Lehre können werde.

    Die Reaktion des Grünschnabels vergesse ich nie: “Was, das macht ihr alles selbst? Schön blöd, das gibts doch spottbillig in Polen.”

    Ein anderer glaubte auch schon mit Anfang 20, ihm gehöre die Welt und konnte überhaupt nicht verstehen, daß ich mich in der Gründungsphase von rosenwelten mit sowas wie Texte schreiben aufhielt (Beschreibungen der Sorten im Angebot, Pflanzanleitungen). Wo es das doch alles im Internet und in Katalogen anderer Firmen schon gibt!

    Wobei die jungen Leute ja nur kundtun, was sie sich bei ihren Eltern usw. abgeguckt haben. Die “Ich-bin-doch-nicht-blöd”-Mentalität. Gut, daß mal einer richtig medienwirksam dafür die Rechnung bekommen hat.

    Rosen mit blanker Wurzel im Angebot

    02. November 2010

    Jetzt sind die Rosenveredlungen des Vorjahres soweit ausgereift, daß ich sie im Lauf des Monats vom Feld ernten kann. Ich werde sie über den Winter in meinem Garten geschützt einschlagen und im zeitigen Frühjahr eintopfen.

    Das bedeutet für Sie, daß Sie alle Sorten, die ab Mai 2011 eingetopft zu 18 € zum Verkauf kommen, auch jetzt im Winter ungetopft “mit blanker Wurzel” zum ermäßigten Preis von 12 € kaufen können.

    Die Übersicht der bereits geernteten und verfügbaren Sorten wird jetzt täglich aktualisiert.

    Der Anwachserfolg ist nicht ganz so sicher wie bei im Topf gewachsenen Rosen, aber wenn man die Grundregeln beachtet, durchaus sicher genug. Früher, bevor es die Containerkultur gab, hat man alle Rosen so gepflanzt. Was beim Pflanzen wichtig ist, habe ich in einer kleinen Anleitung zusammengefaßt.

    Zeitgemäße Rosen und solche, die kein Mensch mehr braucht

    14. September 2010

    Opas Rosenbeet brauchte viel Chemie und ständiges Schneiden. Damals ging das: an die Gefahren der Chemie dachte man noch nicht, und die Rosen waren sein Stolz mit ihren riesengroßen Blüten auf langen Stielen. Das war damals noch etwas Besonderes. Und nicht nur beim Garten-Hobby zweifelte noch niemand an der Lebensregel “Ohne Fleiß kein Preis”.

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    Eine Lanze für die Herbstpflanzung

    14. September 2010

    Pflanzzeit ist heutzutage immer. Schon seit zwei, drei Jahrzehnten werden die meisten Gehölze nämlich im Container herangezogen und können dadurch, ohne Wurzeln zu verlieren, transportiert werden. Damit ist die Pflanzzeit nicht mehr auf die Zeit der Winterruhe beschränkt. Ein großartiger Fortschritt, der sich aber immer noch nicht überallhin herumgesprochen hat (anders als etwa das Internet, das in der Hälfte der Zeit tief in jedermanns Leben eingedrungen ist).
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    Enttäuschung

    02. August 2010

    Frau Siemers aus Wiesbaden hat ins Gästebuch geschrieben:

    ich war dieses Jahr bei Ihnen, weil mir Ihre Homepage gefällt, ich einige positive Kritiken gelesen hatte und als Anfängerin auf Ihren Rat gebaut habe.

    Leider bin ich enttäuscht. Weiterlesen »

    Rosenschnittkurs 2010

    06. März 2010

    Auch in diesem Jahr lade ich zum Frühjahrsbeginn alle Interessierten ein, sich in einem zweistündigen Kurs auf dem Rosenfeld intensiv mit Theorie und Praxis sinvollen Rosenschnitts zu befassen, Erinnerungen aufzufrischen, Vorurteile infragezustellen, Hemmungen abzubauen, um dann daheim gezielt und sicher die Schere anzusetzen. Weiterlesen »


    rosenwelten, Wiesbaden, Erich-Ollenhauer-Straße 116 · ÖffnungszeitenMontag–Samstag, 9–12 und 15–18 Uhr · Tel. (0611) 84 62 58 · Fragen? Maileinfach mailen

    Welche Steigerung der verschwenderischen Flle und Zartheit der Bltenbltter bei einer der "jngsten" Alten Rosen um 1900)

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    Gruß an AachenGruß an Aachen:
    Fin de siécle: «Moderner» Busch - kompakt, großblättrig - mit «alten», romantischen Blüten - flauschig, weich, groß, in Farbtönen der Morgenröte.
    , Blüten (16.10.2010) ©Foto links: Bernhard Höpfner, © rosenwelten

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    Foto: Bernhard Höpfner, Bild und Text: © rosenwelten ·

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