mein kleiner blog

Dienstag, 7. Februar 2023

[ Essen ] Appetit Ach, wenn man sonst den ganzen Winter sein eigenes Sauerkraut und seine eigenen Kartoffeln ißt und Fleisch nur sparsam dazu und nur vom guten Metzger, der es von Bauern im Taunus bekommt, kann man sich doch wohl ausnahmsweise ganz selten, wenn einen so ein Heißhunger packt, auch schon mal beim REWE ein Hühnerschenkelchen vom Grill kaufen, oder? Habs jedenfalls mit großem Appetit und echtem, vollem Genuß verzehrt und hinterher die Finger abgeschleckt. Und morgen mach ich im Garten Schwarzwurzeln raus ud hol Kartoffeln aus dem Keller, dann gibts wieder Eigenbau, da freu ich mich schon drauf ...   2421  [Fast food] [Fleisch] [Metzgerei]

Donnerstag, 2. Februar 2023

[ Landwirtschaft ] «Small is beautiful» Das hab ich im bingenheimer-Saatgut-Katalog gefunden, und es gefällt mir sehr, sehr gut! Ist eigentlich, worauf ich selbst gekommen bin nach dem Ende der euphorischen Anfangsjahre und seither selbst mache. Zu klein, um unter die Räder zu kommen, und eben nicht «Wachse oder weiche», wie uns immer eingeredet wird, ist wahrscheinlich die einzige gangbare Möglichkeit, in diesem System nicht zermahlen zu werden.   2419  [Gärtnerei] [Selbständigkeit]

Dienstag, 31. Januar 2023

[ Winterschutz ] Man kann über den Gärtner-Pötschke-Abreißkalender sagen, was man will, aber nicht selten hat er absolut recht und trifft's genauer auf den Punkt als jedes noch so gute Gartenbuch. Heute: Jetzt erst wird es ernst mit dem Winterschutz an Rosen, egal ob sie im Beet stehen oder im Topf wachsen. ... Die absoluten Minustemperaturen sind aber für die meisten Gartenpflanzen gar nicht so problematisch, es sind die extremen Wechsel zwischen kalten Nächten und sonnigen Tagen. Dadurch wird z. B. bei Rosen der Saftstrom in den grünen Rinden zum Fließen angeregt. Aber wehe, nachts friert es wieder Stein und Bein! Da sind schnell die jungen Triebe erfroren. ...   2417  [Rosen]

Samstag, 17. Dezember 2022

[ Selbstversorgung ] 8 kg Rosenkohl geerntet und geputzt. So ne Ernte hatten wir noch nie! Manche Gemüse haben es wohl hingekriegt, in der ersten Jahreshälfte, als es noch geregnet hat, so tiefe Wurzeln zu trEIben, daß ihnen die Trockenheit iM der zweiten nicht schaden konnte und sie durch die Wärme unglaublich zugelegt haben: Rosenkohl, Weißkraut, Schwarzkohl und wohl auch die Schwarzwurzeln, aber die habe ich noch nicht zu ernten angefangen, das wird sich im späteren Winter zeigen. Die Kartoffeln sind auch prächtig geworden, aber ich glaube, bei denen hats erst der Herbst-Regen bewirkt, vorher war da nicht viel dran.   2415  [Gemüsegarten]

Mittwoch, 6. Juli 2022

[ Handy ] Ich habe zum Glück kein so Dings.   2088  [Handy]

Samstag, 28. Mai 2022

[ Feierabend ] Samstag abend, Kirchenglockenläuten von der Stadt her, blauweißer Himmel, saftiggrünes Gras, Abendsonne, Vogelgezwitscher und ein wohlverdientes Feierabendbierchen. Alle Töpfe gedüngt. Nächste Woche andere Arbeiten.   2080  [Dünger] [Feierabend] [Kirchenglocken] [Sommer]

Freitag, 1. April 2022

[ Leben ] Hach, morgen endlich wieder mit dem Bus zum Einkaufen auf den Markt, und dann hab ich auch besser Zeit und kann vielleicht mal zum Karstadt reingucken. Und die Herd und Heizung funktionieren auch noch dank Gas aus Rußland. Wenn mir jemand vor drei Jahren prophezeit hätte, worüber ich heute froh und dankbar bin, hätt ich dem nen Vogel gezeigt.   2064  [Zukunftsaussichten]

Samstag, 19. März 2022

[ Kunde ] Da geb ich heute früh dem Taxifahrer 2,40 Euro mehr als es gekostet hätte, und er sagt noch was wie "Wieso so viel? Sie sehen gar nicht danach aus, daß Sie es so dicke hätten." Nun kommt eine Kundin, die nix kauft, nur ein paar Fragen stellt, normalerweise erwarten die Leute, daß man das umsonst beantwortet, aber sie will partout 5 Euro dafür bezahlen. Manchmal wird man noch am selben Tag belohnt für ein bißchen Großzügigkeit. :-)   2061  [Kunde] [Taxifahrer]

Montag, 7. März 2022

[ Kultur ] @neulandrebellen auf twitter: Das kam genau zum "richtigen" Zeitpunkt. Und außerdem sucht man ja dringend Pflegekräfte für ab 15. März, und je weiter östlich die herkommen, mit desto weniger Lohn meint man wohl, sie abspeisen zu können. Der #Ukrainekrieg ist praktisch, denn er übertüncht das, was jetzt an vielen Stellen aufschlägt: Corona hat Existenzen zerstört, Bankrotte verursacht, den Mittelstand zersetzt. Aber solange man sagen kann, dass es der #Ukraine noch mieser geht, ruft keiner nach #Konsequenzen.&

Montag, 21. Februar 2022

[ Diskurs ] "Wer dazu nicht imstande ist, sich gegen seinen Instinkt und gegen das, was sozusagen in ihm drinsteckt, überzeugen zu lassen, der ist eigentlich ein bißchen langweilig." Höre grad Joachim Kaiser im Gespräch mit Roger Willemsen zu, und er erklärt vielleicht mit dieser Nebenbemerkung so viel von der Ödnis der jetzigen medienvermittelten Geisteswelt. Hab ihm schon als Student und danach so oft er im Radio kam, mit ganz großen Ohren zugehört.   2052  [Diskurs] [Joachim Kaiser]

Samstag, 19. Februar 2022

[ Selbstversorgung ] Die letzten Schwarzwurzeln sowie die Chicoreewurzeln und die Pastinaken aus dem Gemüsegarten ausgegraben, jetzt ist alles leer und ein neues Gartenjahr kann beginnen. Auf den Fensterbänken warten schon vorgezogene Pflänzchen.   2050  [Gemüsegarten]

Montag, 7. Februar 2022

[ Gärtnerarbeit ] Am Montag der zweiten Februarwoche mich das erste Mal wieder richtig müde geschafft auf dem Rosenfeld. Wetter hat nicht besser sein können dafür,   2049  [Gärtnerarbeit] [Gärtnern] [Wetter]

Mittwoch, 27. Oktober 2021

[ SocialMedia|Wirklichkeit ] Was bin ich froh, daß ich mir dieses Jahr endlich abgewöhnen konnte, mir Twitter und die "öffentliche Debatte" zu Herzen zu nehmen! Rosen veredeln, Kartoffeln und Gemüse anbauen, jeden Tag gut kochen und mit Genuß essen und nun zum Winter hin mein Feld in der Wissenschaft wieder beackern, tut mir dagegen gut, und so wie der Begriff Wissenschaft von den Impfmissionaren inzwischen mißbraucht wird, muß das einfach sein. Wissenschaft ist Zweifeln als Methode, das Gegenteil von fest daran Glauben, auf der richtigen Seite zu stehen, imho.   1977  [Social Media] [SocialMedia|Wirklichkeit]

Samstag, 3. Juli 2021

[ Kultur ] @StieglerThomas auf twitter: Ich war noch nie bei Starbucks und ich weiß auch nicht genau, was Uber ist. Ganz zu schweigen von Snapchat, TikTok und Co. Aber ich weiß, wo hinterm Bach das Veilchen wächst und wo der Ort ist, von dem aus man den Turmfalken sehen kann.&

Donnerstag, 9. Mai 2019

[ Pflanzensortiment ] Freude über meine neuen Stauden Zum Ende der Frühjahrsarbeiten habe ich mir noch neue Stauden gegönnt, 84 Stück in 17 Sorten. Vorgestern kamen sie von der Münsterländer Spezialgärtnerei vorbildlich verpackt an, und gestern nachmittag hab ich das Regenwetter geutzt und sie gleich alle in größere Töpfe umgetopft. Sie sehen heute, nach einem weiteren Regentag, schon irgendwie angewachsen aus. So werden sie meine kleine Containerkulturfläche hier im Garten bereichern, und ich sehe sie schon im Sommer in voller Pracht und Blüte vor mir. Erst neulich habe ich ja an einem Regentag etliche Sorten aus meinen Gartenbeeten ausgestochen, eingetopft und ebenfalls dort aufgestellt. Und die vom vorigen Jahr übrigen Stauden in Töpfen geteilt und neu eingetopft. Es wird also sehr bunt und reichhaltig dort im bevorstehenden Sommer (siehe Katalog Abschnitt 'Drumherum'). Zunächst ist alles zum Verkauf gedacht, was aber im Herbst übrigbleibt, dafür habe ich schon Ideen, wo es in meine Beete passen würde. Stauden sind nicht mein Haupotsortiment, nur wenige KundInnen kommen zu mir, um welche zu kaufen, und die Auswahl ist in einer richtigen Staudengärtnerei ja auch tausendmal größer. Voriges Jahr haben wir überlegt, die Sache auszuweiten, ein Landschaftsgärtner hatte geklagt, es gebe immer weniger Staudengärtnereien in der Umgebung und ob ich nicht neben den Rosen ein paar Tausend Stück für ihn produzieren könne. Aber das wäre mit nur einem Abnehmer ein Riesenaufwand mit Riesenrisiko. So kamen wir darauf, es semi-professionell laufen zu lassen, auf der vorhandenen kleinen Fläche ein möglichst vielfältiges Angebot, das aber immer auch der Verschönerung des eigenen Gartens zugute kommen kann. Wie es sich mit der Zeit immer reichhaltiger auchg aus den Mutterpflanzen in den Beeten ergänzen lassen wird. Deshalb muß alles irgendwie hier her und hier hinein und zu unserem Stil passen. Da ist wenig 08/15, dafür viel Erinnerung an früher Gehabtes im Spiel. Es gab hier eine ganz dunkelrote ganz späte Winteraster, die ich noch nirgends wieder gefunden habe. Und Riesen-Herbstasternbüsche. Und 2 Meter hohe Rittersporne. Und was hatten wir früher, als noch weniger Schatten im Garten war, für schöne Frühjahrspolsterpflanzen: Iberis, Phlox, Aubrieta, Alyssum ... Und dann das nie Gehabte aber lang Ersehntes: Sonnenbräute, Lupinen, Ligularia przewalskii, bunte Phlox - mit Phlox war es früher hier immer frustrierend, Stengelälchen!, jetzt wird es besser, vielleicht durch die schattigere Lage? Oder dank Vorkultur in großen Töpfen mit Baumschulsubstrat und guter Bewässerung? So freuen wir uns auf viele Blumen im kommenden Sommer, und auf Kunden, mit denen wir sie teilen können, und daß dies etwas ist, was ich noch lang "semi-professionell" so weiter- und immer besser machen kann, auch wenn die Feld-Pacht einmal abläuft und die viele Arbeit mit den Rosenkulturen mal nicht mehr zu schaffen ist.   1751  [Stauden]

Montag, 18. Juni 2018

[ Okulieren ] Veredeln «aufs treibende Auge» Dieses Jahr will ich endlich wieder einige Stammrosen veredeln. Als Wildstämme habe ich vor drei Jahren Rosa pollmeriana 'Schreibers' gepflanzt und voriges Jahr endgültig hochgezogen. Edelreiser will ich mir beim bevorstehenden Johannistrieb-Rückschnitt aus den Containerrosen und beim Pinzieren von den vorjährigen Veredlungen schneiden. Diese öffnen jetzt die ersten Blüten, und gleich wenn die verblühen, sind die Reiser "reif". Womöglich treiben die Stamm-Veredlungen dann dieses Jahr noch aus, dann könnte ich sie nächsten Winter schon mit kleiner Krone roden und nächstes Frühjahr eintopfen.   1743  [Okulieren]

Donnerstag, 14. Dezember 2017

[ Essen] Alexandra Wexler in Wall Street Journal, 14.12.17: Your Passion for Fancy Vanilla Ice Cream Is Creating World-Wide Havoc With the price skyrocketing, farmers in Madagascar, the industry’s epicenter, are sleeping in their fields, hiring guards; ‘there are many vanilla thieves here’    13238  [Afrika] [Landwirtschaft] [Madagaskar] [Vanille]

Mittwoch, 16. August 2017

[ Pflanzensortiment] Thomas Stone MCI Hort MPGCA in , 16.08.17: Longstock Nursery, the home of Buddleja!    13123  [Baumschule] [Buddleia] [Großbritannien] [Schmetterlingsstrauch]

Sonntag, 16. Juli 2017

[ Pflanzensortiment] Thomas Stone in thomasdstone.blog, 16.07.17: Rose of the week- Buff beauty    13044  [Rev. Joseph H. Pemberton] [Rosen]

Freitag, 14. Juli 2017

[ Pflanzensortiment] Julia Anderton in Wiesbadener Kurier, 14.07.17: Delikatessen und Likör: Rosen lassen sich mit allen Sinnen genießen - DOTZHEIM    13079  [Dotzheim] [Rosen] [Wiesbaden]

Donnerstag, 1. September 2016

[ Pflanzensortiment] SWR Fernsehen in Kaffee oder Tee, 01.09.16: Bienenfreundliche Rosen Wer Bienen in seinem Garten fördern will, kann auch Rosen als Bienenweide pflanzen. Zur Blütezeit tummeln sich dann so viele fleißige Bienen in den Rosenblüten, dass man ins Staunen kommt.    12328  [Bienen] [Rosen]

Mittwoch, 1. Juni 2016

[ Bilder|Image|Wirklichkeit ] Natur und Bilder Hier in der Straße sehe ich «frische» Rosen gepflanzt, mit großen Blättern und fetten Blüten wie bei einem erwachsenen Rosenstock, aber mit drei Bambusstützen, sonst wären sie wohl umgefallen vor Schwäche. Solche gequälten Geschöpfe kann man heute offenbar leichter verkaufen, als im Freien gewachsene, mehrjährige Pflanzen mit dem ein oder anderen Fleck oder Loch an einem Blatt. Warum nur? Vielleicht haben Menschen nie so viele schöne Bilder von Pflanzen gesehen und dabei so wenig mit Pflanzen zu tun gehabt, also richtig gearbeitet, um etwas zu ernten, Rasenmähen und Hecken schneiden rechne ich da jetzt mal nicht dazu. Idealbilder als zur Erbauung der Seele und Bilder von Natur-Zerstörung als Nachrichten oder Dokumentarfilme. Bei Idealbildern ist die umgebende Natur, sind tierische und pilzliche Mitbewohner, gelbe Blätter und welke Blüten der porträtierten Pflanze selbstverständlich professionell vermieden oder herausgeschnitten, wie Tippfehler aus einem Text. Und in Berichten über Tschernobyl, Bhopal und die Hagel- und Flutkatastrophe im Nachbardorf geht immer alles unweigerlich kaputt. Wer mit Pflanzen zu tun hat, weiß, daß die Wirklichkeit normalerweise dazwischen liegt, aber die Bilder prägen mehr und mehr unsere Vorstellungen ... Pflanzen haben dann so auszusehen wie auf den Bildern. Alles darüber hinaus ist «Befall», und für «so etwas» möchte niemand Geld ausgeben, und wie man stünde man denn da, wenn man «so etwas» als Geschenk überreichte, etwa der Schwiegermutter oder dem Direktor, bei denen man doch einen makellosen Eindruck hinterlassen muß. Lieber geht man auf Nummer Sicher und kauft eine Pflanze, die für den Verkaufsaugenblick gestylt wurde, daß sie so aussieht wie auf Bildern, als wäre sie nicht von dieser Welt. Mit Läusen, Raupen und Pilzen weiß die Natur aber umzugehen, mit den für die Illusion von Makellosigkeit notwendigen Giften und Energieverschwendung nicht allzu lang. Wie oft haben wir als Studenten über die Menschen im Mittelalter gelächelt, die die Natur durch Zitieren der antiken Autoren beschrieben, erst ganz allmählich auch nach ihrem eigenen Augenschein - aber verstellen Google und Youtube, Wikipedia und Facebook nicht auch uns schon wieder den eigenen Blick auf die Natur, genau wie Aristoteles und Plinius den mittelalterlichen Schriftkundigen? Vielleicht ist es Zeit, die Medien und die Bilder bewußt abzuschalten, um die Natur mit so unvoreingenommen es noch geht eigenen Augen zu beobachten. Zum Beispiel wie die Meisen ihre Jungen füttern mit den Raupen, von denen der Nachbar denkt, sie würden die Rosen auffressen. Oder wie die Marienkäfer und die Schwebfliegen ihre Eier neben die Läuse legen und wenig später Larven aus den Eiern schlüpfen, um sich an Läusen dick und rund zu fressen. Dann lachen wir über den Nachbarn der denkt, er müsse sie totspritzen. Pflanzen müssen ohne Befestigung und bewaffnete Grenzschutzagentur auskommen, müssen mit der Natur zusammenleben können. Selbst als Geschenk sind sie dann schon ab ca. der dritten Woche wertvoller als bloße Ausstellungsstücke. Wo Du solche Rosen finden, weißt Du ja: auf http://rosenwelten.de/rosen bzw auf meinem Feld. Es blüht jetzt eine nach der andern auf, und wenn Du bald kommst, erlebst Duauch die besonders robusten Einmaligblühenden in ihrer ganzen Pracht.   793  [Befall] [Bilder|Image|Wirklichkeit] [Gartenarbeit]

Montag, 21. Dezember 2015

[ Essen] Elisabeth Øvreberg in UiT, 21.12.15: Julekrydder øker sexlysten    12461  [Gewürze] [Weihnachtsgebäck]

Dienstag, 10. Februar 2015

[ Essen] Ulrike Gonder in Tageszeitung, 10.02.15: Standpunkt vegan und Landwirtschaft: Fleisch gehört dazu Veganer retten nicht die Welt, sagt Ulrike Gonder. Die Ökotrophologin meint, sie wissen zu wenig über die Natur.    326  [Landwirtschaft] [Veganer]

Dienstag, 3. Februar 2015

[ Rosen ] Blütengehölz mit vier Buchstaben Auch wenn es jetzt erst noch mal frostig wird, wollte ich es (und mich) mal vorsichtig in Erinnerung bringen … Träumen und planen kann man ja schon, und pflanzen auch bald, wenn der Boden nicht mehr gar so naß ist. Da gabs doch mal solche strauchigen Gewächse mit teils gemeinen Stacheln, mehr oder weniger fleckenfreien Blättern und hier und da mal einer netten Blüte. Vier Buchstaben, vorne ein R … Als die Leute noch keine Displays zum Draufgucken hatten, früher also, als sie morgens in der Bahn höchstens ihr Gegenüber anschauen konnten, keine Urlaubsvideos mit Palmen an Sandstränden, in dieser trostlosen Zeit pflanzten sie sich diese struppigen Sträucher eigenhändig in eigene sogenannte Gärten, in richtige Erde, hegten und pflegten sie und setzten sich im Sommer nach harten Arbeitstagen sowie sonntags daneben, um nichts als ihre Schönheit anzuschauen und ihren Duft einzuatmen. Sie hatten ja sonst nichts, kein Internet, kein Facebook. Konnten noch nicht mal Bildchen von den Blüten photoshoppen und posten. Die gibt es noch! Also diese Sträucher. Man kann sie kaufen. In Wiesbaden, in dem Tal, wo die A643 anfängt, wurde ein Überlebender aus dem vorigen Jahrtausend entdeckt, der diese Pflanzen noch erwerbsmäßig kultiviert, als gäbs kein amazon und kein ebay, von wo man doch heute die verrücktesten Sachen bequem online liefern läßt. Nein, der Träumer wartet dort auf Leute, die sich tatsächlich, also real-life-mäßig, zu Fuß, manchmal durch nasses Gras, zu ihm begeben und ein Portemonnaie voll barem Geld mitbringen, um die Dinger zu erwerben. Nicht mal mit Gift spritzen tut er sie, so daß sie aussehen, wie die Natur sie läßt, total unattraktiv, also ohne Filter, und manchmal sogar mit kleinen Räupchen drauf oder lebenden Regenwürmern in den Töpfen. Danach muß man nicht nur seinen Kofferraum aussaugen, nein, man soll sich auch noch Hände und Schuhe schmutzig machen und sie einpflanzen! Gut, er behauptet ja, daß sie sich dann an ihrem Standort im Garten, wenn man alles gescheit macht, entwickeln würden und sogar schöner als in Filmen und Prospekten, weil sie ja reale, lebende Wesen seien. Aber der will halt was verkaufen, und dafür lügen sie doch alle das Blaue vom Himmel herunter, das kennt man ja. Und das Geld ist dann weg, 18 € pro Stück, wenn man zu handeln anfangen will, wird er sogar grantig. Gut, die es gewagt haben, berichten ja größtenteils, daß es stimmt - sie haben solche Prachtstücke real hinterm Haus, können morgens in der Bahn die Augen schließen und vom Feierabend träumen. Wie sie in ihren Gärten sein werden, ohne Netz, und all den Duft und die Schönheit genießen, sieht irgendwie so aus, als ob das Wellness pur sein muß. Die 18 € haben sie längst vergessen, und sie kaufen sich sogar alle paar Jahre noch ein, zwei Rosen dazu, immer wieder dort in dem Paradies halb unter der Autobahn, wo Herr und Frau Fasan zwischen Rosenreihen herumspazieren. Richtig, Rose ist der Name des Blütengehölzes mit 4 Buchstaben … Geöffnet auch jetzt schon außer bei Sturm und Schnee und Regen werktags von 9 bis 12 Uhr mittags und von 3 bis 6 Uhr nachmittags. Online-Bestellen geht sogar auch, wenn man weiter weg wohnt, unter www.rosenwelten.de.   760  [Rosen]

Sonntag, 5. Oktober 2014

[ Digitalisierung ] Digital Leben #digitalleben

Die SPD hat dazu eingeladen, daß man seine persönlichen Antworten auf 10 Fragen bloggt. Nachdem es @pausanias getan hat und nun auch @pyrolim gefolgt ist, dachte ich mir, versuch ichs auch ganz kurz, Kleingärtner sind ja berüchtigt dafür, zu allem Möglichen ihre Weisheiten kundtun zu wollen. Dabei fiel mir auf, wie gut die Fragen ausgedacht sind: man kann nicht ins Schwafeln kommen und muß alle Seiten der Medaille betrachten. Also, hat Spaß gemacht! Versuchts doch auch mal?

In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet für mich…
mit viel mehr Leuten reden können, die meine Interessen teilen, als früher. Wobei das allerdings alles noch Interessen aus dem vor-digitalen Leben sind.
Mein Computer ist für mich…
die Zigarettenpause mit den Kollegen, die mir manchmal ein bißchen fehlt.
Wirklich gut! Die größte Chance durch die Digitalisierung ist…
daß jeder ein kleiner Produzent sein kann von Dingen, die er gut machen oder tun kann, und direkt an jeden verkaufen könnte, also den vollen Endpreis für seine Arbeit bekommen. Das wäre eine Revolutionierung der Wirtschaft mit viel segensreichen Nebenwirkungen für Umwelt und Gesellschaft.
Bedrohlich! Wir müssen aufpassen, dass…
uns nicht die gephotoshopten Bilder ein Ersatz für die Wirklichkeit werden, weil es so bequem ist, vor dem Bildschirm sitzenzubleiben und nur noch die anzuschauen.
Die Digitalisierung verändert mein Leben durch…
ein anderes Denken, wie in einem Programm: ich versuche, alles zum optimalen Zeitpunkt, in der optimalen Reihenfolge, mit der optimalen Technik zu machen. Weniger Schufterei, mehr Überlegung.
Chatten mit den Enkeln, Einkaufen per Mausklick, Arbeiten ohne feste Bürozeiten. Was bringt die Digitalisierung für Familien und Ältere?
nicht so viel. Zum Glück ist bei uns die Familie noch ein Bereich, wo eher selten mal ge-emailt wird, das muß es nämlich auch noch geben.
Programmieren in der Grundschule, das gesamte Faktenwissen der Welt in der Suchmaschine. Wie sollte Bildung der Zukunft aussehen?
Das könnte zur totalen Demokratie oder zur totalen Verblödung und Abhängigkeit von Anbietern führen, je nachdem wie unabhängig von Konzernen die Schule das durchführt.
An jedem Ort arbeiten können und ständig erreichbar sein. Was bedeutet das für Arbeit im Digitalen Zeitalter?
Auch das könnte zu einer Art Paradies (kaum noch Pendeln, freie Zeiteinteilung) oder einer Art Hölle (tag und nacht auf Abruf) werden, je nachdem ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer Macht haben, das zu gestalten.
Was müssen wir im digitalen Zeitalter tun, damit unsere Wirtschaft erfolgreich bleibt?
Von Großunternehmen, Großprojekten und der ganzen Massendisziplinierung wegkommen, die nur waren, solange der Mensch nicht direkt mit dem entfernt wohnenden Menschen interagieren konnte.
Die Digitalisierung schafft Chancen und birgt Risiken. Von der SPD erwarte ich, dass…
sie aufpaßt, daß das, was die Arbeiter in Generationen erkämpft haben, nun nicht einfach verächtlich zum alten Eisen geworfen wird, weil eine neue, von Grund auf andere Wirklichkeit quasi über uns gekommen wäre. Das wäre nämlich ein fataler Irrtum und der beste Weg zurück in Faschismus, Unterdrückung und Ausbeutung, furchtbarer als je zuvor.
   749  [Digitalisierung]

Sonntag, 23. Februar 2014

[ Handarbeit ] Industrieproduktion eignet sich gut für Schrauben. Um exakt gleiche Schrauben für den Weltmarkt zu fertigen, eignen sich Fabriken mit computergesteuerten Maschinen. Einmal erdacht, finanziert und eingerichtet, brauchen sie nur noch von wenigen Menschen überwacht werden. Lebensmittel sowie die Dinge, mit denen wir uns im Leben gern umgeben, kann ein Mensch von Hand viel besser herstellen, mit dem Wissen und der Erfahrung von Generationen im Kopf und im Handwerkzeug, mit Lust an seiner Arbeit und Befriedigung durch ein schönes Ergebnis. Lebensmittel, die hergestellt werden, als wären sie Schrauben, sind zwar billig, aber ihnen fehlen Geruch und Geschmack. Damit das nicht auffällt und sie trotzdem gekauft werden, müssen von Werbeagenturen künstliche Emotionen erzeugt werden. Die lassen sich ihre Arbeit viel höher bezahlen als die ursprünglichen Erzeuger von Lebensmitteln mit Geruch und Geschmack. Nun liegen zwischen einer Fabrik und den Kochtöpfen der Verbraucher viel größere Abstände als bei lauter lokalen Erzeugern in der Nähe ihrer Kunden. So kommen enorme Kosten für Frischhaltung, Transport und Zwischenhandel hinzu. Viele weitere Unternehmen möchten an der Distribution verdienen. Bei lokaler Erzeugung entstehen nur geringe Fahrkosten und evtl Standgebühren für Wochenmärkte. Für die Eigner der Fabriken ist Lebensmittel-Industrie trotz der hohen Nebenkosten offenbar lukrativ. Einige versuchen sogar, die verbliebenen natürlichen Rohstoffe durch selbstgebaute GVOs zu ersetzen, um den industriellen Prozeß zu vervollkommnen. Jeder Industrie-Arbeitsplatz ersetzt eine Menge Existenzen kleiner, selbstvermarktender Erzeuger. Richtig, die Arbeit ist leichter, das Einkommen zunächst einmal besser, Arbeits- und Freizeit geregelter, die Existenz besser gesichert. Aber je mehr produziert wird, desto schlechtere Preise sind dafür zu bekommen. Und das Ausland hat selbst genug, warum sollte es uns die Überproduktion abkaufen? Also senkt man die Kosten, vor allem die Löhne, weniger die derer, die alles vom Schreibtisch aus steuern, mehr die derer, die die Arbeit machen. Zunächst geht das, weil die Preise auch niedrig sind. Aber es wird ein Teufelskreis. Je weniger Geld ausgegeben wird, desto weniger wird eingenommen. Und es sinken nicht nur die Löhne, sondern die Qualität der Arbeitsbedingungen insgesamt. Auch die Sicherheit der Arbeitsplätze. Mit dem Abbau des Kündigungsschutzes fällt das Unternehmerrisiko auf die Arbeitnehmer zurück. Die Gewerkschaften hat man, als es allen gut ging, vernachlässigt, sie können nicht mehr viel helfen. Wie soll das enden? Was wäre eigentlich so schlecht daran, wieder mehr im kleinen zu produzieren? Auch mit einfacheren Maschinen, gar auch von Hand? Schuften wie die Großeltern muß das bestimmt nicht heißen, denn vieles wird sich auf einfache Art erleichtern lassen, wenn gewitzte Köpfe erst einmal das zu ihrer Aufgabe machen statt der Konstruktion von Massenproduktionsmaschinen. Und was wäre so schlecht daran, wieder mehr in der Nachbarschaft zu verkaufen und zu kaufen? Angst vor Menschen ist sowieso eine Unart, die man ablegen sollte. Und teurer wird es auch nicht, weil ja der ganze Wust an Zwischenhandel samt Verwaltung, Finanzierung und Marketing nichts dabei abkriegt. Die müßten sich dann nämlich echt nach anderen Verdienstmöglichkeiten umschauen, so leid mirs tut (nicht allzu sehr, gebe ich zu).   739  [Handarbeit] [Industrialisierung] [Lebensmittel] [Wirtschaft]

Sonntag, 24. November 2013

[ Selbstversorgung] Michael Hartl in nanu-magazin: Wie viel Arbeit macht Selbstversorgung? Es macht so viel Arbeit, wie du investieren magst. Ich verstehe den Denkansatz nicht, sich zu überlegen, wie viel Arbeit 150-%-ige Selbstversorgung machen würde und dann aufzugeben, weil man sagt, dass ist so viel Arbeit. Warum nicht einfach schauen, wie viel Zeit man gerade über hat – und damit beginnen. Und dann entstehen Wissen und Möglichkeiten. Dadurch entstehen Freiheiten und Freiräume.    2033  [Gartenarbeit] [Landwirtschaft] [Lebensmittel] [Wirtschafts-Alternativen]

Donnerstag, 9. Mai 2013

[ Leben] Bernd Fritz in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.05.13: Gr?n hilft (2): Auf eigenem Boden Das G?rtnern ist weit mehr als Erholung vom Stress des Alltags. Der Garten ist ein Hort mannigfaliter Heilwirkung ? ein Pl?doyer f?r eine gesunde Leidenschaft.    942  [Gartenkultur] [Gärtnern] [Gemüse] [Obstbau] [Selbstversorgung]

Mittwoch, 23. Mai 2012

[ Essen ] Rhabarber mit Gewürzkuchen 175 g Butter schaumig rühren, 100 g Rohrzucker und 2 EL frischen geriebenen Ingwer unterrühren, nach und nach 4 Eigelb gründlich einrühren. 250 g Mehl mit 1 1/2 TL Backpulver, 1/2 TL geriebener Muskatnuß, 1/2 TL gemörserten Nelken mischen und unter den Teig heben. 200 ml Melasse (ich nehme "Grafschafter Goldsaft") mit 100 ml Creme fraiche verrühren (das geht) und unter den Teig heben. 8 (!) Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und mit 40 g feinem Zucker mischen, vorsichtig unter den Teig heben. In einer großen Kastenform bei 180° 30-45 Minuten backen, auskühlen lassen, in Scheiben schneiden. Rhabarber in Stücke schneiden, waschen, abtropfen lassen, einzuckern und etwas stehen lassen. Dann einmal kräfdtig aufkochen und langsam garziehen lassen. Abkühlen lassen. In einen tiefen Teller eine Scheibe Gewürzkuchen legen, eine Kugel Vanilleeis dazu, mit Rhabarberkompott umgeben. Gleich aufessen, während der Rhabarbersaft in den Kuchen zieht.   638  [Essen] [Rhabarber]

Montag, 20. Februar 2012

[ Winterschutz ] Daumen drücken Die Winterabdeckung ist jetzt entfernt, wenn kein starker Frost droht, brauchen die Rosentriebe vor allem frische Luft. Reisig oder Vließ bleiben aber griffbereit, falls das Wetter doch wieder umschlägt. Angehäufelt sollten die Rosen auch noch bleiben, das schadet nichts und sichert das "Herz" der Pflanze vor Totalschaden. In meinem Garten und in der Nachbarschaft sind da, wo bei bis zu -14° die Morgensonne auf die gefrorenen Triebe scheinen konnte, wieder die Knospen erfroren. Je weiter sie im milden Januar schon angeschwollen, zum Teil gar aus den schützenden Hüllblättchen hervorgebrochen waren, desto fahler, farbloser sehen sie aus. Noch sieht man den Schaden nur bei genauem Hinsehen aus der Nähe; von weiter weg wird er erst auffallen, wenn er sich wie 2009 durch Pilzinfektionen auf die Rinde ausdehnt und irgendwann im Mai ganze Triebe absterben - aber so schlimm muß es nicht kommen. In diesen kühlen Vorfrühlingstagen müssen nun die Rosen diverse Schadpilze abwehren, deren Sporen darauf lauern, über die erfrorenen Knospen in die Leitungsbahnen der Rinde hineinzuwachsen. und dort ein bequemes Leben zu führen. Bei warmem "Wachswetter" ist die Rose im Vorteil dann strömt der Saft wohl einfach zu ungestüm, als daß die Pilze Fuß fassen könnten. Wenn bei kaltem, nassem Wetter der Saftfluß stockt, gelingt es jedoch den Pilzen, sich auszubreiten. Währenddessen versucht die Rose, unter dem abgestorbenen Gewebe schlafende Ersatzaugen zu aktivieren. Wenn Sonne und starke Wurzeln ihr Kraft verleihen, überhaupt kein Problem, bei wurzelgeschädigten Topfpflanzen dagegen manchmal ein allzu großes. Wenn die neuen Augen schwellen und Farbe zeigen, wird das abgestorbene Gewebe abgestoßen und die Wunde geschlossen und die Gefahr ist erst einmal gebannt. Das ist Schwerstarbeit, und schon beeindruckend zu beobachten, wie schnell die Rosen das schaffen, wenn erst einmal das Wetter paßt. Hauptsächlich müssen wir also nun auf gutes Wetter hoffen (im Moment sieht es auch danach aus) und uns zusätzlich ein Päckchen Kupferspritzmittel kaufen. Das Kupfer, nach Anweisung verdünnt und mit einer Spritze gleichmäßig über die Rinde verteilt, tötet Pilzsporen ab, bevor sie einwachsen können. Je mehr erfrorene Knospen, desto wichtiger ist jetzt sehr bald diese einzige Spritzung im Jahr. Wenn bei einer besonders empfindlichen Sorte wie meiner 'Maréchal Niel' die Rinde bereits lilafleckig wird, ist es allerhöchste Zeit. Wo die Triebe vor Sonne bei Frost geschützt waren oder ihre Knospen sich von der Januar-Wärme nicht zu unvorsichtigem Austreiben hatten verführen lassen, dürfte nichts passiert sein. Die Knospen und die Rinde müßten ihre normale, frische Farbe und ihren Glanz behalten haben und jetzt mit steigenden Temperaturen normal austreiben können. Schneiden würde ich geschädigte wie auch heile Triebe erst, wenn wirklich starker Saftfluß herrscht und die Knospen deutlich schwellen. Jede Schnittwunde ist ein offenes Tor für Rindenpilze. Nur alte, starke Pflanzen auslichten kann man schon eher. Am Samstagnachmittag, 10. März besprechen wir hier den Frühajhrsschnitt der Rosen ganz ausführlich, wenn Sie teilnehmen möchten (es kostet 10 Euro), geben Sie bitte vorher Bescheid.   630  [Kupferspritzung] [Rindenkrankheiten] [Winterschutz]

Dienstag, 7. Februar 2012

[ Umgestaltung ] Zeit zum Pläneschmieden diese Nachmittage im Februar: die Natur scheint wirklich still zu stehen - man muß nichts, nichts gießen, nichts schneiden, nichts säen, nichts hacken - genießen Sie das auch so wie ich? Es ist ein bißchen als ob im Jahr des Gärtners Sonntag wäre. Nicht jedes Jahr gibt es so eine Zeit, viele Winter hier im Rhein-Main-Gebiet sind ja nur verlängerte November. Es ist jetzt auch schon wieder länger hell, nicht wahr? Und man sieht vom Fenster durch den ganzen Garten, Sträucher und Bäume lassen den Blick hindurch. Bilder aus früheren Jahren fallen einem wieder ein, als die Gehölze noch kleiner waren oder andere dort standen. Hat es nicht schöner geblüht, als noch mehr Licht in diese Ecke fallen konnte? Wärs nicht mal Zeit, diesen oder jenen einst netten Busch oder Baum, der sich zum Klotz entwickelt hat und alles dominiert oder gar erdrückt, behutsam auszulichten oder gar mutig abzusägen, damit es wieder bunt wird? An dieser Stelle sollte ich Sie, glaube ich, mit Ihren Gedanken erst einmal alleine lassen —. Gerne helfe ich allerdings bei Fragen weiter, am liebsten natürlich was die Gestaltungsmöglichkeiten mit Rosen betrifft. Sie wissen ja, deren gibt es viel, viel mehr als meist genutzt werden. Die Blütenfarben sind ja eigentlich überbewertet, die Wuchsformen, Blattfarben, Rindenfarben (der Winteranblick) dagegen kaum ausgeschöpft. Rosen als große, malerische freistehende Sträucher oder als hohe Sichtschutz-Hecke, als Baumkletterer, als Kaskade, um nur ein paar Beispiele zu nennen, sehen Sie so etwas schon als Bilder in Ihrem Kopf? Wenn icht, dann vielleicht mal auf rosenwelten.de inspirieren lassen. Paßt eines in Ihren Garten? Ich wünsche Ihnen schöne Vorfrühlingsnachmittage und viele gute Gedanken und Ideen für die Zukunft Ihres Gartens und freue mich auf Ihre Anfragen.   605  [Garten] [Umgestaltung] [Winter]

Mittwoch, 26. Oktober 2011

[ Pflanzung ] Weltuntergangs-Apfelbäumchen Viele in meiner twitter-Timeline sind heute nach der Abstimmung über EFSF sehr ungehalten über Politiker und Parlament im allgemeinen und pessimistisch bis sarkastisch, was die Zukunft angeht. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob das den Weltuntergang bedeutet, da käme manch andere Entscheidung auch in Frage, aber Luther hat ja geraten, an solch einem Tag ein Apfelbäumchen zu pflanzen. Nun habe ich eigentlich Äpfel genug im Garten, aber zwei Spalierbäume, nun 20 Jahre alt, ein Ontario-Apfel und eine Bühler Zwetsche, haben nie etwas Gescheites getragen und waren nun auch keine Zierde mehr am Zaun zum Nachbarn. Kurz, sie sind nicht mehr. Dafür wird dort eine hohe (1,50 bis 3 m) Rosenhecke wachsen. Ich stelle sie mir sehr schön vor, zumal sie zur Hälfte den Platz mit einrahmt, an dem wir im Sommer gern sitzen, und zähle sie mal von vorn nach hinten, von der Sonne in den Halbschatten, auf: damascena Trigintipetala La Reine Mme Ernest Calvat Mme Pierre Oger Mme Isaac Pereire Souvenir du Docteur Jamain rugosa Sarah van Fleet rugosa Agnes rugosa Conrad Ferdinand Meyer Fantin Latour alba Maidens Blush gallica Conditorum Variegata di Bologna   579  [Apfelbaum] [Pflanzung] [Rosen] [Weltpolitik]

Dienstag, 16. August 2011

[ Kandieren ] Konditorenkunst mit Rosen Vorvorige Woche hat jemand auf dem Rosenfeld fünfzig weiße und rosa Rosenblüten gepflückt, sorgfältig nebeneinander in eine Schachtel gesetzt und nach hause gebracht. Dort wurden sie in Eiweiß getaucht und dann mit Puderzucker überzogen: Kandierte Rosenblüten trocknen auf der Wäscheleine Auf der Leine mußten sie mehrere Tage trocknen, da war bestimmt kein schlechter Duft im Zimmer: Kandierte Rosenblüten trocknen auf der Wäscheleine Schließlich kamen sie auf eine dreistöckige Torte: Hochzeitstorte mit kandierten Rosenblüten Danke für die Bilder und großen Respekt für das Kunstwerk!   530  [Kandieren] [Rosen]

Dienstag, 14. September 2010

[ Pflanzensortiment ] «Zeitgemäße Rosen und solche, die kein Mensch mehr Opas Rosenbeet brauchte viel Chemie und ständiges Schneiden. Damals ging das: an die Gefahren der Chemie dachte man noch nicht, und die Rosen waren sein Stolz mit ihren riesengroßen Blüten auf langen Stielen. Das war damals noch etwas Besonderes. Und nicht nur beim Garten-Hobby zweifelte noch niemand an der Lebensregel "Ohne Fleiß kein Preis". Kinder, die das miterlebt hatten, suchten sich meist andere Hobbies. Und mittlerweile hat sich als Lebensregel durchgesetzt, daß alles leicht, am besten mit einem Klick erreichbar sein soll. Doch seit keiner mehr die Rosen so ordentlich pflegt wie Opa, sind daraus traurige Gestalten geworden, mit nackten Beinen und übergewichtigen Blütenköpfen. Kataloge und Verkaufsverpackungen der Gartencenter und Baumärkte zeigen aber immer noch nur Einzelblüten. Sie wecken die tollsten Sehnsüchte. Dem Kunden werden immer noch die großköpfigen "Edelrosen" aufgedrängt, als seien sie der unübertreffliche Höhepunkt der Züchtung bzw. als sei die Zeit 1980 stehengeblieben. Oder, falls es richtig teuer sein darf, im "Premium"-Topf mit Goldschrift auf "alt" und "romantisch" getrimmte Modezüchtungen, denen man den Stilbruch ansieht, sobald man seinen eigenen Augen mehr glaubt als dem Marketing. Sobald die unehrlichen Farben der Bildetiketten verblichen sind und die Pflanzen in der rauhen Gartenwirklichkeit ihre wahre Gestalt zeigen könnten, zeigt sich, daß da nichts ist, und die Enttäuschung ist groß. Die sich ihre Verführung aber nicht eingestehen wollen, hoffen Jahr für Jahr, daß es nächstes Jahr besser wird. Damit sind die Rosen dann allerdings wahre Symbole der Romantik geworden, die ja die ewige unstillbare Sehnsucht nach dem Unmöglichen ist. Dabei sind sind Rosen von Natur aus überaus zähe, vitale, üppige und elegante Sträucher, die den Garten ohne große Pflege um ganzjährig erfreuliche Rosenwelten aller Art und für viele Zwecke bereichern könnten. Die Züchtung ist in den letzten 20 Jahren beileibe nicht stehengeblieben. Zuerst im Hause Noack, dem nun auch die Marktmächtigeren mehr oder weniger gelungen nacheifern, sind Sorten gelungen, deren edles Ambiente nicht sich nicht in ein paar monströsen Blüten ab und zu erschöpft, sondern in endlosen Mengen davon auf einem ebenso schönen, von selbst gut verzeigten und stark belaubten Busches besteht. Zum Glück geht das alles noch nach den althergebrachten Methoden vonstatten und nicht mit Gentechnik. Pflanzen bleiben zum Glück noch Lebewesen. Wer das nicht zu schätzen weiß und von der Panik erfaßt ist, die sensationslüsterne Medien gegenüber Krankheitszeichen allerorten verbreiten, wer von Pflanzen Sterilität erwartet statt Robustheit und seine Augen statt auf die Natur und das Leben ständig voll Angst auf die ersten Anzeichen eines zum unausweichlichen Untergang führenden "Befalls" richtet, für den können leider lebende Pflanzen gar keine Quelle der Freude mehr sein. Er ist zu bedauern.   448  [Edelrosen] [Gärtnern] [RobusteRosen]

Samstag, 6. März 2010

[ Rosenschnitt ] Rosenschnittkurs 2010 Auch in diesem Jahr lade ich zum Frühjahrsbeginn alle Interessierten ein, sich in einem zweistündigen Kurs auf dem Rosenfeld intensiv mit Theorie und Praxis sinvollen Rosenschnitts zu befassen, Erinnerungen aufzufrischen, Vorurteile infragezustellen, Hemmungen abzubauen, um dann daheim gezielt und sicher die Schere anzusetzen. Dieses Jahr erweitern wir das Thema erstmals vom sinnvollen Schnitt auf die Pflege des Bodens, den anderen entscheidenden Faktor für gutes Gedeihen der Rosen. Ein Berater von der Fa. Oscorna, dem führenden Hersteller organischer Dünger und Bodenverbesserungsmittel, Herr v. Schrenck, berät und hilft bei Boden- und Ernährungsfragen zu Rosen und anderen Gartengewächsen. Wir treffen uns Samstag, dem 6. März 20. März, diesmal nachmittags um 15 Uhr im rosenwelten-Garten, besprechen kurz das Schneidwerkzeug und gehen dann hinüber aufs Feld. Ende wird gegen 17 Uhr wieder im Garten sein. Bitte melden Sie sich möglichst früh einfach online an, bei unseren Schnittkursen in den beiden letzten Jahren waren die Plätze immer schnell belegt dadurch, daß es dieses Jahr nicht in der Lokalpresse stand, sind noch einige Plätze frei. Wenn die Gruppe größer als 15 Teilnehmer wird oder wenn am 6. März unmögliches Wetter ist, weichen wir auf den Samstag darauf, den 13. März als Wiederholungs- oder Ersatztermin aus, müssen da allerdings ohne Herrn v. Schrenck auskommen. Bitte bringen Sie Ihr gewöhnliches Schneidwerkzeug mit, dazu evtl. robuste Handschuhe, feste Schuhe und was man eben so braucht für zwei Stunden Aufenthalt im Freien um diese Jahreszeit. Wenn Sie besondere Fragen oder "Problemfälle" haben und uns diese durch Bilder, Ast- oder Zweigstücke oder Bodenproben veranschaulichen, können wir gleich gemeinsam die neuen Erkenntnisse daran erproben. Die Teilnahme kostet 10 Euro/Person, einfach am Tatort zu bezahlen. Guter Rosendünger in Kilopaketen kann am Ende direkt erworben werden, bei Mehrbedarf machen wir kurzfristig noch eine Sammelbestellung. Bitte lesen Sie sich das Arbeitsblatt bereits zuhause in Ruhe durch und notieren Sie Ihre Gedanken dazu, so können wir dann draußen schneller zum Kern der Sache vorstoßen. Wer es bereits kannte wird sehen, daß es von Grund auf überarbeitet wurde und nun noch viel besser geworden ist.   374  [Rosenschnitt] [Veranstaltung]

Dienstag, 16. Februar 2010

[ Pflanzensortiment ] Bessere Rosen VorbehalteEs soll ja Menschen geben, die in ihrem Garten keine Rosen haben mögen. Dahinter stecken meist schlechte Erfahrungen mit heiklen Sorten. Mit Recht. Warum soll man sich Pflanzen in seinen Garten holen, die man nur durch ständigen Kampf gegen Schädlinge und Krankheiten gerade so am Leben erhalten kann? Hat man nicht einen Garten oder Balkon, um sich zu erholen vom Kampf und Streß des Arbeitsalltags?Ich spritze auch nicht gern, und eine Sorte, bei der ich jeden Morgen kranke Blätter vom Boden aufzulesen habe, müßte ich eigentlich teurer verkaufen als eine, die ihre Blätter gesund hält, den Preis würde aber niemand bezahlen. Schon allein deswegen, aber auch aus noch gewichtigeren Gründen, setze ich auf Rosensorten, die sich aus eigener Kraft gegen Sternrußtau, Mehltau und Rosenrost behaupten können.
Moderne RosenIn den 70er- und 80-er Jahren war man modern. Nadelgehölze wie Blaufichten und Strauchwacholder waren chic, und Rosen hatten große gefüllte Blüten aus schlanken Knospen auf langen Stielen in knalligen Farben zu haben und öfter zu blühen. Nostalgie galt als lächerlich. Alte Gemäuer riß man ab und ersetzte sie durch Betonbauten. Auch alte Rosen, die in den Gärten die Jahrzehnte überdauert und ihre Robustheit bewiesen hatten, schätzte man nicht mehr, da sie meist zu kleine und zu blasse Blüten hatten, und gegen die Chemie im Garten hatte man ja nichts. Noch nicht.Die \"modernen\" Rosen von damals überleben nur, solange sie unermüdlich gespritzt und geschnitten werden. (Und wo keine Nadelgehölze sie in den Schatten drängten). Wo jüngere Leute mit Skepsis gegenüber Chemie im Garten die Gärten von der älteren Generation übernommen haben, sind die Rosenbeete meist als erstes verschwunden.
Zwei SichtweisenAls dann mit den Neunzigern neue, gesunde Rosensorten kamen, schieden sich die Geister.Nüchtern denkende und rechnende Menschen, Architekten, Landschaftsgärtner, Gartenamtsleiter, machten reichlich Gebrauch von den neuen gesunden, reichblühenden und pflegeleichten Rosenzüchtungen, allen voran Noacks \'Heidetraum\'. Nun konnten sie wieder große Rosenbeete anlegen, Farbe in Städte, Parks und Wohnanlagen bringen. Denn die \"Bodendeckerrosen\" entwickelten im Nu dichte Blütenmeere, die das Unkraut unterdrückten und praktisch ohne Schnitt und Chemie gediehen.Nostalgisch eingestellte, dem Fortschritt mißtrauende Menschen beargwöhnten solche herrlichen Beete, fanden die Blüten zu klein, die Triebe zu lang, die Farben zu strahlend, vermißten Duft ... Je mehr die Gärtner Stadt und Land mit großzügigen Rosenbeeten zum Blühen brachten, desto verächtlicher sah, wer auf guten Geschmack hielt, auf dieses \"öffentliche Grün\" herab. Jetzt, wo es immer mehr blühende Flächen gab, erfanden die Nostalgiker ihre Sehnsucht nach wenigen, aber riesigen, Blüten, voll gefüllt wie Pfingstrosen, in gedeckten Farben und duftend. Darin wollte man Großmutters Rosen wiedererkennen, die vielleicht erst zehn Jahre zuvor im Modernisierungseifer herausgerissen worden waren. Unglücklicherweise bedeckten die Profis aus Sparsamkeit viel mehr Quadratmeter mit billigen älteren Bodendeckersorten als mit guten Neuzüchtungen. Die Massen von \"The Fairy\", einer Vorkriegssorte mit mickrigen Blütchen in blassem Rosa, haben dem Wort \"Bodendeckerrosen\" den Klang des Schäbigen angehängt. Jährlich viele sehr teure Neuheiten an Englischen Rosen und dann auch immer mehr Romantik-Serien der anderen Züchter lieferten genügend Stoff für Sehnsüchte, verhinderten, daß man einfach die wirklich alten Rosenschätze gehoben hätte bzw. sorgten dafür, daß das nur in Liebhaberkreisen stattfand. Den Alten Rosen hängte man erfolgreich den Makel an, \"nur einmal\" zu blühen, obwohl das ja gar kein Makel sein muß. Für den Nostalgie-Trend wurde die geschicktere Werbung gemacht. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen: als wir anfingen, Porträts unserer Rosen zu verfassen, fielen uns ohne Mühe im Handumdrehen gleich jede Menge sehnsuchtsvoll-romantischer, eigentlich ganz schön schwammiger, Adjektive ein, aber kaum klangvolle Synonyme für reale Vorzüge wie \"einfach und schön\". Die Wörter \"gesund\" und \"pflegeleicht\" wurden dadurch unbrauchbar, daß man das eine dauernd im Kontext mit dem kranken Geundheitswesen hört, das andere schon leicht nach Leistungsverweigerung riecht, heute etwas ganz besonders Schlimmem.
Eigene ErfahrungenWer trotzdem eine \"gesunde\" und \"pflegeleichte\" Rose bei uns gekauft hatte, ist aber, soweit ich es mitbekomme, nach ein, zwei und drei Jahren hochzufrieden mit deren prächtiger Entwicklung, kam wieder und war von der Lust auf mehr Rosen im Garten infiziert. Wer nur einer prachtvollen duftenden Blüte wegen eine Rose gekauft hatte, scheint dagegen selten wiedergekommen zu sein, um noch eine dazu zu kaufen. War die romantische Sehnsucht schon mit der einen gestillt? Oder hat die Pflanze vielleicht nicht gehalten, was die Blüte versprochen hatte?Angefangen habe ich rosenwelten mit der Idee, zwei Bereiche anzubieten, die nicht überall zu bekommen sind: einerseits neue gesunde und pflegeleichte Sorten, andererseits romantische und besonders gut duftende. Anfangs schien der zweite Bereich der leichtere: eine kleine Rose mit einer großen, extravaganten Blüte fand und findet noch immer schnell einen Käufer. Ich habe aber das ungute Gefühl, daß das öfters allzuschnell ging und nicht jedes Röschen dann den Platz und die Aufmerksamkeit gefunden hat, die es gebraucht hätte, um etwas zu werden. Diese Großkopfigen brauchen ja nicht nur tatsächlich mehr Pflege, man kauft sie wohl auch besonders gern einfach mal so \"aus dem Bauch heraus\", ohne über ihre Ansprüche nachzudenken. Wenn dann aber jeder nach nur einer bei mir gekauften Rose schon enttäuscht ist und nicht wiederkommt, läuft mein Geschäft rückwärts; von mir aus müßte die erste Rose dem Kunden Lust auf mehr machen, mindestens eine ganze Rosenwelt oder auch mehrere mit Pflanzen von rosenwelten in seinem Garten anlegen.
Meine Rosen-PhilosophieDie gute Anfangsidee formuliere ich daher jetzt nach drei Jahren prägnanter:rosenwelten bietet dem Nüchternen noch mehr \"Blütenmeere\" als bisher und empfiehlt dem Nostalgiker und dem Roamtiker die \"Naturnahen\" - in beiden Gruppen nur Sorten, die eigentlich nicht enttäuschen können. Im Kapitel \"Rosenwelten im Garten\" möchte ich Ihnen künftig Lust auf immer neue gelungene Kombinationen damit machen, damit Ihr Garten immer schöner wird. Was bloß \"Große Blüten\" hat und keine wirklich guten Pflanzen sind, diese Sorten will ich auf einen kleinen Rest einschränken.Die \"Blütenmeere\" sind die Zuverlässigen und Anspruchslosen. Ihr Blütenreichtum und das Durchblühen bis zum Herbst unterscheidet sie von den \"Naturnahen\". Sie bringen also viel Farbe und Fröhlichkeit in den Garten, ohne viel Arbeit zu machen, denn verzweigen können sie sich von alleine und mit Blattkrankheiten werden sie auch so ziemlich selber fertig, ja ihr Laub ist eine zusätzliche Zier, harmonierend zu den Blüten. Man kann sie auf traditionelle Art in größeren Flächen pflanzen oder einzeln in Kübeln und Kästen auf Balkon und Terrasse oder in kreatven Kombinationen mit Gräsern, Stauden und anderen Sträuchern, dann entstehen starke Bilder mit viel Farbe. Daß diese Rosen nur fürs \"Öffentliche Grün\" seien ist ja so verkehrt wie nur etwas sein kann. Es sind die Rosen für alle, denen Opas mühsame Rosenpflege die Lust an Rosen verdorben hat, so gern sie auch im tiefsten Innern welche hätten.Die \"Naturnahen\" sind ebenso robust und ebensowenig auf ständige Pflege angewiesen, aber es sind Rosen mit Jahreszeiten. Man pflanzt sie nicht allein der Blüten wegen. Manche blühen immer wieder bis zum Herbst, manche \"einmalig\" im Frühsommer in überwältigender Pracht und geben im Herbst und Winter eine weitere, noch längere Galavorstellung mit bunten Hagebutten. Es sind lauter unverkennbare Individualisten. Schon im Winter stellen manche mit auffälligen Stacheln, farbiger Rinde, bizarrer oder gefälliger Silhouette einen Blickpunkt im Garten dar. Im Frühjahr sprießt bei einigen neongrün das junge Laub, das alle möglichen Formen, Farbnuancen und Oberflächen aufweist. Sie lassen sich ganz hervorragend mit Gräsern, Blütenstauden, anderen Sträuchern und niedrigen Clematis zu stimmungsvollen Arrangements kombinieren, denn sie wirken überhaupt nicht fremd oder arrogant.A propos Clematis: Die mit den großen Blüten über langweiligem Laub und von zweifelhafter Gesundheit gibt es überall. Bei rosenwelten gibt es dagegen die viel wertvolleren viticella-Hybriden, die den ganzen Sommer über blühen (ideal also zu einmalblühenden Kletterrosen!), üppig wachsen und quasi welkeresistent sind. Die texensis-Hybriden, die Südwände vertragen. Die fast unbekannten Stauden-Clematis, ideal zum Kletternlassen in Strauchrosen und am Fuß von Kletterrosen, die zum Aufkahlen neigen. Dann Riesen-Clematis ...
Das Besondere an meinem AngebotDie Großmärkte quellen über von Pflanzen zu niedrigsten Preisen. Nur durch industrialisierte Produktion und Ausbeutung läßt sich so etwas noch billig genug produzieren. Heraus kommen bedauernswerte Wegwerfartikel für Gedankenlose, produziert, um genau zum Verkaufszeitpunkt attraktiv auszusehen und danach keine Zukunft zu haben. Wenn mal einer ein par Jahre länger durchkommt, ist man stolz auf den günstigen Kauf und vergißt, wieviel Euro man in derselben Zeitspanne auf den Kompost gewordfen hat. Auf Sorten kann auch keine Rücksicht mehr genommen werden. Oft werden die Sortennamen nicht einmal verraten (\"Edelrosen in verschiedenen Farben jetzt nur 1,99\"), oder sind längst überholt, weil die Lizenzgebühr auch noch eingespart werden sollte.Diese Billigpflanzen passen nicht in unsere Zeit. Würde man es sich auf anderen Gebieten gefallen lassen, daß man uns, um Entwicklungskosten einzusparen, Modelle von vor 70-80 Jahren (The Fairy) andrehen möchte? Wertvolle Neuzüchtungen und zu Unrecht vergessene Schätze muß man inzwischen leider mühsam suchen.   382  [Pflanzensortiment] [Rosen]

Donnerstag, 12. November 2009

[ Winterschutz ] Frostschutz Als Rosengärtner mit einem Riesen-Komposthaufen nach den Schäden durch den vorigen Winter gibt man sich in diesen Wochen alle Mühe, seine Pflanzen kräftig, sauber und gegen Frost, Wind und Sonne geschützt in den Winter gehen zu lassen und hofft und bangt, daß man alles richtig macht und keine solche Katastrophe mehr kommt wie vorigen Winter. Auf meinem Feld sind die Pflanzen in Töpfen dicht an dicht gestellt, das abgefallene Laub als möglicher Träger von Pilzsporen ausgefegt, alle Totholzstummel, von denen Rindenpilze ausgehen könnten, sauber entfernt. Wenn es weiter so naß bleibt, werde ich die Töpfe umlegen oder wenigstens schräg stellen, damit das Wasser noch besser abfließen kann. Im Dezember kommt dann zuerst einmal Schattiergewebe und später noch Vließ über die Beete. Wenn das alles nicht reichen sollte, habe ich auch noch eine weiße Folie für einen richtig dichten Tunnel von 3 mal 50 m. In der Welt drumherum wird zur gleichen Zeit nicht viel geschützt und bewahrt, im Gegenteil. Seit zwei Monaten benutze ich twitter, um im Internet mehr Nachrichten und Kommentare zu finden, als das blasse Einerlei, mit dem die Radio-, Fernseh- und Zeitungsredaktionen uns abspeisen. Das Allerdringendste helfe ich durch meine eigenen "Tweets" weiterzuverbreiten. Fast jeden Tag werden Ungeheuerlichkeiten gemeldet, die jede für sich einen Aufschrei im ganzen Land auslösen müßten. Aber die Leute bescheiden sich mit Mauerfallgedenken und schweigen, nachdem sie ihre Stimme ja gerade erst jetzt für vier Jahre abgegeben haben. Heute z.B. steht in telepolis, daß die großen Geldmengen, die die Regierungen zur Verfügung stellen, um angeblich die Wirtschaft anzukurbeln, nur von denselben Hedgefonds und Investmentbankern verzockt wird, die voriges Jahr den Crash verschuldet haben, um dieses Jahr noch größere Gewinne und Boni zu kreieren als je zuvor. Wie lang ists her, daß Frau Merkel versprach, die alle an die kurze Leine zu legen und ihnen Regeln vorzuschreiben, die so etwas nie mehr möglich werden lassen? Heise online meldet ebenfalls heute beiläufig, die EU biete den US-Terrorfahndern unbeschränkten Zugriff auf alle Kontodaten an. Also was bemühen wir uns da Tag für Tag, Trojaner aus unseren Computern zu verjagen, damit unsere Kontodaten geheim bleiben - wer sie wissen will, braucht nur Beziehungen zum FBI zu haben. An anderer Stelle wird von den Wirkungen auf die berichtet, die alles ausbaden müssen, 1/3 aller Erwerbstätigen hat psychische Probleme, schon 1/5 braucht deswegen im Lauf 1 Jahres einen Arzt auf: die Zukunftsaussichten vergiften die Arbeitsbedingungen auch schon für die, die noch Arbeit haben. Da liest man fast entspannt, was die Süddeutsche heute über die Zerschlagung der DDR-Wirtschaft zu Zeiten Kohls schreibt (komisch, warum dieses Thema gerade jetzt in all dem frohen Mauerfallgedenken?): Die Chefs der Treuhand waren per Gesetz "zur gröblichen Außerachtlassung der im Geschäftsverkehr üblichen Sorgfalt" ermächtigt, wie später im Untersuchungsausschuss "DDR-Vermögen" festgestellt wurde. Man sieht es an dem, was sie angerichtet haben: Ruinen und entvölkerte Städte. Wenn wir Gärtner uns erlauben würden, die übliche Sorgfalt gröblich außer acht zu lassen, würden uns die erfrorenen Rosen bius in den Schlaf verfolgen.   258  [Winterschutz]

Samstag, 10. Januar 2009

[ Gärtnerei ] «Teure» Rosen? Nachdem ich über Weihnachten in Ruhe über Rosensorten nachgedacht und meine Website runderneuert hatte, war ich natürlich neugierig, wie meine Darstellung beim Publikum ankäme und was sich im neuen Jahr wohl noch an Kauflust entwickeln könnte, nachdem einerseits die Wirtschaftskrise und Zukunftsangst alles überschattet, andererseits von einem lebhaften Weihnachtsgeschäft zu hören war.

Ich beteiligte mich also nichtsahnend mit einigen der ruhigen Gedanken an einer Diskussion im Rosenforum auf planten.de. Recht heftige Reaktionen lassen mich für die Zukunft vorsichtiger sein mit ungeschminkten Meinungsäußerungen. Offenbar glauben einem manche kein Wort und trauen einem das alles zu, sobald sie rauskriegen, daß man von seiner Gärtnerei zu leben versucht.

Hoffentlich trifft das auf die Besucher von rosenwelten.de nicht zu, sonst hätte ich keine eigene Website schreiben brauchen, dann hätte ein 08/15-Shop mit irgendwelchen Bildchen und Sprüchen zu allen Sorten auch gereicht.

Aus anderen Beiträgen in dem besagten Thread habe ich aber eine Menge zur sozialen Funktion von Rosen und Rosengärten in der Vergangenheit gelernt, z.B. aus #53 und #62.   15  [Gärtner] [Preise] [Social Media]

Samstag, 27. Dezember 2008

[ Pflanzensortiment ] Ruhige und gründliche Wintergedanken über Rosensor VorbehalteEs soll ja Menschen geben, die in ihrem Garten keine Rosen haben mögen. Dahinter stecken meist schlechte Erfahrungen mit heiklen Sorten. Mit Recht. Warum soll man sich Pflanzen in seinen Garten holen, die man nur durch ständigen Kampf gegen Schädlinge und Krankheiten gerade so am Leben erhalten kann? Hat man nicht einen Garten oder Balkon, um sich zu erholen vom Kampf und Streß des Arbeitsalltags?Ich spritze auch nicht gern, und eine Sorte, bei der ich jeden Morgen kranke Blätter vom Boden aufzulesen habe, müßte ich eigentlich teurer verkaufen als eine, die ihre Blätter gesund hält, den Preis würde aber niemand bezahlen. Schon allein deswegen, aber auch aus noch gewichtigeren Gründen, setze ich auf Rosensorten, die sich aus eigener Kraft gegen Sternrußtau, Mehltau und Rosenrost behaupten können.
Moderne RosenIn den 70er- und 80-er Jahren war man modern. Nadelgehölze wie Blaufichten und Strauchwacholder waren chic, und Rosen hatten große gefüllte Blüten aus schlanken Knospen auf langen Stielen in knalligen Farben zu haben und öfter zu blühen. Nostalgie galt als lächerlich. Alte Gemäuer riß man ab und ersetzte sie durch Betonbauten. Auch alte Rosen, die in den Gärten die Jahrzehnte überdauert und ihre Robustheit bewiesen hatten, schätzte man nicht mehr, da sie meist zu kleine und zu blasse Blüten hatten, und gegen die Chemie im Garten hatte man ja nichts. Noch nicht.Die \"modernen\" Rosen von damals überleben nur, solange sie unermüdlich gespritzt und geschnitten werden. (Und wo keine Nadelgehölze sie in den Schatten drängten). Wo jüngere Leute mit Skepsis gegenüber Chemie im Garten die Gärten von der älteren Generation übernommen haben, sind die Rosenbeete meist als erstes verschwunden.
Zwei SichtweisenAls dann mit den Neunzigern neue, gesunde Rosensorten kamen, schieden sich die Geister.Nüchtern denkende und rechnende Menschen, Architekten, Landschaftsgärtner, Gartenamtsleiter, machten reichlich Gebrauch von den neuen gesunden, reichblühenden und pflegeleichten Rosenzüchtungen, allen voran Noacks \'Heidetraum\'. Nun konnten sie wieder große Rosenbeete anlegen, Farbe in Städte, Parks und Wohnanlagen bringen. Denn die \"Bodendeckerrosen\" entwickelten im Nu dichte Blütenmeere, die das Unkraut unterdrückten und praktisch ohne Schnitt und Chemie gediehen.Nostalgisch eingestellte, dem Fortschritt mißtrauende Menschen beargwöhnten solche herrlichen Beete, fanden die Blüten zu klein, die Triebe zu lang, die Farben zu strahlend, vermißten Duft ... Je mehr die Gärtner Stadt und Land mit großzügigen Rosenbeeten zum Blühen brachten, desto verächtlicher sah, wer auf guten Geschmack hielt, auf dieses \"öffentliche Grün\" herab. Jetzt, wo es immer mehr blühende Flächen gab, erfanden die Nostalgiker ihre Sehnsucht nach wenigen, aber riesigen, Blüten, voll gefüllt wie Pfingstrosen, in gedeckten Farben und duftend. Darin wollte man Großmutters Rosen wiedererkennen, die vielleicht erst zehn Jahre zuvor im Modernisierungseifer herausgerissen worden waren. Unglücklicherweise bedeckten die Profis aus Sparsamkeit viel mehr Quadratmeter mit billigen älteren Bodendeckersorten als mit guten Neuzüchtungen. Die Massen von \"The Fairy\", einer Vorkriegssorte mit mickrigen Blütchen in blassem Rosa, haben dem Wort \"Bodendeckerrosen\" den Klang des Schäbigen angehängt. Jährlich viele sehr teure Neuheiten an Englischen Rosen und dann auch immer mehr Romantik-Serien der anderen Züchter lieferten genügend Stoff für Sehnsüchte, verhinderten, daß man einfach die wirklich alten Rosenschätze gehoben hätte bzw. sorgten dafür, daß das nur in Liebhaberkreisen stattfand. Den Alten Rosen hängte man erfolgreich den Makel an, \"nur einmal\" zu blühen, obwohl das ja gar kein Makel sein muß. Für den Nostalgie-Trend wurde die geschicktere Werbung gemacht. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen: als wir anfingen, Porträts unserer Rosen zu verfassen, fielen uns ohne Mühe im Handumdrehen gleich jede Menge sehnsuchtsvoll-romantischer, eigentlich ganz schön schwammiger, Adjektive ein, aber kaum klangvolle Synonyme für reale Vorzüge wie \"einfach und schön\". Die Wörter \"gesund\" und \"pflegeleicht\" wurden dadurch unbrauchbar, daß man das eine dauernd im Kontext mit dem kranken Geundheitswesen hört, das andere schon leicht nach Leistungsverweigerung riecht, heute etwas ganz besonders Schlimmem.
Eigene ErfahrungenWer trotzdem eine \"gesunde\" und \"pflegeleichte\" Rose bei uns gekauft hatte, ist aber, soweit ich es mitbekomme, nach ein, zwei und drei Jahren hochzufrieden mit deren prächtiger Entwicklung, kam wieder und war von der Lust auf mehr Rosen im Garten infiziert. Wer nur einer prachtvollen duftenden Blüte wegen eine Rose gekauft hatte, scheint dagegen selten wiedergekommen zu sein, um noch eine dazu zu kaufen. War die romantische Sehnsucht schon mit der einen gestillt? Oder hat die Pflanze vielleicht nicht gehalten, was die Blüte versprochen hatte?Angefangen habe ich rosenwelten mit der Idee, zwei Bereiche anzubieten, die nicht überall zu bekommen sind: einerseits neue gesunde und pflegeleichte Sorten, andererseits romantische und besonders gut duftende. Anfangs schien der zweite Bereich der leichtere: eine kleine Rose mit einer großen, extravaganten Blüte fand und findet noch immer schnell einen Käufer. Ich habe aber das ungute Gefühl, daß das öfters allzuschnell ging und nicht jedes Röschen dann den Platz und die Aufmerksamkeit gefunden hat, die es gebraucht hätte, um etwas zu werden. Diese Großkopfigen brauchen ja nicht nur tatsächlich mehr Pflege, man kauft sie wohl auch besonders gern einfach mal so \"aus dem Bauch heraus\", ohne über ihre Ansprüche nachzudenken. Wenn dann aber jeder nach nur einer bei mir gekauften Rose schon enttäuscht ist und nicht wiederkommt, läuft mein Geschäft rückwärts; von mir aus müßte die erste Rose dem Kunden Lust auf mehr machen, mindestens eine ganze Rosenwelt oder auch mehrere mit Pflanzen von rosenwelten in seinem Garten anlegen.
Meine Rosen-PhilosophieDie gute Anfangsidee formuliere ich daher jetzt nach drei Jahren prägnanter:rosenwelten bietet dem Nüchternen noch mehr \"Blütenmeere\" als bisher und empfiehlt dem Nostalgiker und dem Roamtiker die \"Naturnahen\" - in beiden Gruppen nur Sorten, die eigentlich nicht enttäuschen können. Im Kapitel \"Rosenwelten im Garten\" möchte ich Ihnen künftig Lust auf immer neue gelungene Kombinationen damit machen, damit Ihr Garten immer schöner wird. Was bloß \"Große Blüten\" hat und keine wirklich guten Pflanzen sind, diese Sorten will ich auf einen kleinen Rest einschränken.Die \"Blütenmeere\" sind die Zuverlässigen und Anspruchslosen. Ihr Blütenreichtum und das Durchblühen bis zum Herbst unterscheidet sie von den \"Naturnahen\". Sie bringen also viel Farbe und Fröhlichkeit in den Garten, ohne viel Arbeit zu machen, denn verzweigen können sie sich von alleine und mit Blattkrankheiten werden sie auch so ziemlich selber fertig, ja ihr Laub ist eine zusätzliche Zier, harmonierend zu den Blüten. Man kann sie auf traditionelle Art in größeren Flächen pflanzen oder einzeln in Kübeln und Kästen auf Balkon und Terrasse oder in kreatven Kombinationen mit Gräsern, Stauden und anderen Sträuchern, dann entstehen starke Bilder mit viel Farbe. Daß diese Rosen nur fürs \"Öffentliche Grün\" seien ist ja so verkehrt wie nur etwas sein kann. Es sind die Rosen für alle, denen Opas mühsame Rosenpflege die Lust an Rosen verdorben hat, so gern sie auch im tiefsten Innern welche hätten.Die \"Naturnahen\" sind ebenso robust und ebensowenig auf ständige Pflege angewiesen, aber es sind Rosen mit Jahreszeiten. Man pflanzt sie nicht allein der Blüten wegen. Manche blühen immer wieder bis zum Herbst, manche \"einmalig\" im Frühsommer in überwältigender Pracht und geben im Herbst und Winter eine weitere, noch längere Galavorstellung mit bunten Hagebutten. Es sind lauter unverkennbare Individualisten. Schon im Winter stellen manche mit auffälligen Stacheln, farbiger Rinde, bizarrer oder gefälliger Silhouette einen Blickpunkt im Garten dar. Im Frühjahr sprießt bei einigen neongrün das junge Laub, das alle möglichen Formen, Farbnuancen und Oberflächen aufweist. Sie lassen sich ganz hervorragend mit Gräsern, Blütenstauden, anderen Sträuchern und niedrigen Clematis zu stimmungsvollen Arrangements kombinieren, denn sie wirken überhaupt nicht fremd oder arrogant.A propos Clematis: Die mit den großen Blüten über langweiligem Laub und von zweifelhafter Gesundheit gibt es überall. Bei rosenwelten gibt es dagegen die viel wertvolleren viticella-Hybriden, die den ganzen Sommer über blühen (ideal also zu einmalblühenden Kletterrosen!), üppig wachsen und quasi welkeresistent sind. Die texensis-Hybriden, die Südwände vertragen. Die fast unbekannten Stauden-Clematis, ideal zum Kletternlassen in Strauchrosen und am Fuß von Kletterrosen, die zum Aufkahlen neigen. Dann Riesen-Clematis ...
Das Besondere an meinem AngebotDie Großmärkte quellen über von Pflanzen zu niedrigsten Preisen. Nur durch industrialisierte Produktion und Ausbeutung läßt sich so etwas noch billig genug produzieren. Heraus kommen bedauernswerte Wegwerfartikel für Gedankenlose, produziert, um genau zum Verkaufszeitpunkt attraktiv auszusehen und danach keine Zukunft zu haben. Wenn mal einer ein par Jahre länger durchkommt, ist man stolz auf den günstigen Kauf und vergißt, wieviel Euro man in derselben Zeitspanne auf den Kompost gewordfen hat. Auf Sorten kann auch keine Rücksicht mehr genommen werden. Oft werden die Sortennamen nicht einmal verraten (\"Edelrosen in verschiedenen Farben jetzt nur 1,99\"), oder sind längst überholt, weil die Lizenzgebühr auch noch eingespart werden sollte.Diese Billigpflanzen passen nicht in unsere Zeit. Würde man es sich auf anderen Gebieten gefallen lassen, daß man uns, um Entwicklungskosten einzusparen, Modelle von vor 70-80 Jahren (The Fairy) andrehen möchte? Wertvolle Neuzüchtungen und zu Unrecht vergessene Schätze muß man inzwischen leider mühsam suchen.   12  [Pflanzensortiment] [Rosen]

Montag, 1. Dezember 2008

[ Winteraspekt ] Rosengärten auch für Wintermonate Wie sieht Ihr Rosengarten z.B. jetzt im Winter aus? Leer und ausgeräumt? Dann fehlen Ihnen noch Rosen mit Jahreszeiten! Bei uns im Garten leuchten immer noch die bunten Blätter von 'Honorine de Brabant'. 'Seagull' am Haus und andere hängen noch voll leuchtend roter Hagebutten. Viele Rosen behalten ihr grünes Laub auch im Winter. Und wie elegante Gräser jedes Bild noch beschwingter wirken lasen, auch das sehen Sie jetzt noch in unserem Verkaufsgarten. Lassen Sie sich inspirieren zu neuen Ideen!   113  [Rosen] [Winter]

Freitag, 1. August 2008

[ SommerRückschnitt ] Sommer-Praxis

Ab Ende Juli sollte man nicht mehr düngen, damit die Rosen nicht mit unausgereiften, anfälligen Trieben in den Winter gehen. Mehr unserer Rosen als sonst scheinen dieses Jahr viele Hagebutten anzusetzen, es ist einfach ein gutes Obstjahr, und die Rose zeigt damit ihre Verwandtschaft mit den Obstbäumen. Um die späte Blüte zu fördern, kann man diesen Fruchtansatz evtl. jetzt noch wegschneiden (mehr).

   66  [Dünger] [SommerRückschnitt]

[ Umgestaltung ] Sommer-Chance

Warm und doch mit dem nötigen Regen durchwachsen - ist dieser Sommer ideal für unsere Pflanzen zum Einwurzeln in Ihrem Garten. Nutzen Sie die angenehme Jahreszeit für lang ersehnte Umgestaltungen Ich habe an den Regentagen unseren Katalog etwas umgestaltet und hoffe, Sie finden ihn jetzt handlicher.

   67  [Anwachswetter] [Umgestaltung]

Samstag, 1. September 2007

[ Ungefüllt ] Ungefüllte Rose gewinnt hohe Auszeichnung Die Rose 'Fortuna' hat 2007 zwei der international renommiertesten Preise für neue Rosenzüchtungen gewonnen, die Goldene Rose von Den Haag und zusätzlich die Goldmedaille als beste Beetrose. Obwohl sie gerade mal 5 Blütenblätter aufzuweisen hat, also keine Spur gefüllt! Fortuna, Bilder und Beschreibung eine Lobeshymne auf ungefüllte und andere unkonventionelle Rosen (Linkziel nicht mehr online)    59  [Pflanzensortiment] [Rosen] [Ungefüllt]

[ RobusteRosen ] «Keine Schönheit ohne Blätter, oder?» Nach diesem feuchten Sommer stehen die Rosen in vielen Gärten schon länger ohne Laub da. Der Grund sind Pilzinfektionen, begünstigt von zu lang andauernder Feuchtigkeit auf den Blättern. Wir empfehlen Ihnen, empfindliche Sorten durch robuste "Blütenmeere" zu ersetzen: Sie glänzen (im wahrsten Sinn des Wortes) noch jetzt (und manche sogar stets bis zum Frühjahr) mit gesundem, glänzendem Laub, wobei auch ihre Blütenfülle legendär ist.    60  [RobusteRosen]

Donnerstag, 11. Januar 2007

[ Rosenschnitt ] Materialien zum Rosenschnitt Zur Vorbereitung auf unseren Schnittkurs am 23.2. haben wir zwei Arbeitsblätter mit einigen Tatsachen und Überlegungen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammengestellt, das in unserem Download-Bereich als pdf heruntergeladen werden kann.    62  [Rosenschnitt]

Sonntag, 30. April 2006

[ Pinzieren ] Wachstum steuern auf die elegante Art Wer seine Rosen jetzt genau beobachtet, kann den Wuchs auf eine besonders elegante Art steuern: die Triebe, die später zu lang werden, so daß die Schere ran muß, kann man nämlich jetzt schon erkennen. Sie sind jetzt schon sichtbar dicker und schießen schneller als die übrigen an der Pflanze. Schneidet man jetzt die Spitze eines solchen Triebes heraus, sorgt der jetzige enorme Saftdruck dafür, daß sich innerhalb weniger Tage in den drei obersten Blattachseln neue Triebspitzen bilden. Bis zum Sommer erhalten wir somit statt eines überlangen Triebes drei mäßig starke mit entsprechend mehr Blüten. Eine wenig verzweigte Pflanze wird dadurch schnell buschig. Uns bleibt die Mühe und der Pflanze der Substanzverlust des späteren Rückschnitts erspart. Das sogenannte Pinzieren oder Entspitzen macht man entweder mit einem sehr scharfen Messer oder mit den Fingernägeln. Man schneidet oder kneift über einem nach außen wachsenden, kräftigen Blatt, da, wo man den künftigen Verlängerungstrieb haben möchte. Wenn Sie es in natura gesehen haben möchten, bevor sie es ausprobieren, kommen sie bei uns vorbei. Bei uns ist es die tägliche Morgenarbeit in den Wochen vom Austrieb bis zur Blüte. So bringen wir den Pflanzen in der Rosenschule ganz ohne Chemie und Zauberei auf die schonendste Weise einen gleichmäßigen, runden und gut verzweigten Wuchs bei.   41  [Pinzieren] [Rosenschnitt]

Dienstag, 4. April 2006

[ Rosenschnitt ] Schnittregeln gibt es weniger als man denkt Absolutes Richtig und Falsch gibt es nicht. Jede Sorte wächst anders, jeder Standort wirkt sich anders auf das Wachstum aus, und nicht zuletzt möchte jeder seine Rose anders wachsen sehen. In einem neuen Artikel in unserer Rubrik "Rat" versuchen wir, die wenigen wirklich wichtigen Schnittregeln einmal zusammenzufassen.    54  [Rosenschnitt] [Website]

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