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Haydn, Klavier-Sonate No. 33
geblogt am 11. 01. 2026

[] Dreiviertel zehn am zweiten Sonntag des neuen Jahres. Endlich scheint die Sonne wieder mal! Sviatoslav Richter spielt Haydn so schön, so zart und doch immer weiter vorwärts drängend. Ich habe die Füße hochgelegt und die warme Decke drüber. Es war eine sehr kalte Nacht. Ich bin früh um sechs mit einem Kessel kochenden Wassers in den Keller gestiegen, habe alle sieben Schubladen aus dem Gefrierschrank in Hof hinaus gestellt und den Schrank abgetaut. Bis die Sonne kam, war ich fertig. Jetzt mache ich mirs gemütlich. Von Herrn Zadran habe ich gestern einen großen Teller Qabuly Palau bekommen, das wird heute mein Sonntagsfestmahl. Der hatte nämlich gestern abend unten Gäste, da werde ich manchmal mit einem guten Teller Essen bestochen, bleibe dann ganz oben und lasse mich nicht stören. Farooq hat sogar auch einen pizzeriafreien Abend gehabt. Er muß jetzt seine eigenen Ziele angehen, nicht mehr immer nur Älteren fleißig zur Hand gehen, einfach ist das nicht, aber wer 7000 km gewandert ist, wird auch dahin einen Weg ohne Kopfschmerzen finden. Die Spüle in meiner Küche ist nach einer Woche Durcheinander wieder soweit in Ordnung. Nachher legee ich nach vielen Jahren mal wieder Heringe ein habe nämlich noch eine Menge Rote Rüben im Keller und noch zwei allerletzte Äpfel gefunden. Mir die zu selten zubereiteten, nicht im Kopf gespeicherten Rezepte im Computer bequem zurechtzulegen, ist eines meiner Winterprojekte 25/26, neben Familienalbum, Hospitalregeln und Paschto lernen. Mit Gemüse aussäen will ich heute auch anfangen. Ach ja, heute vor fünf Jahren kam in Norwegen die Meldung, die mich aufhorchen ließ: sieben Hochbetagte seien direkt nach der Corona-Impfung gestorben. Menschen mit schwacher Konstitution, die sowieso nicht mehr viel Lebenszeit vor sich haben, solle man diese Impfung besser ersparen.

zul. bearbeitet 2026-01-11 10:16:39