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Ein Auto-Traum
geblogt am 13. 02. 2026

[] Gestern früh habe ich meinen Bericht für meinen Rechtsanwalt über das, was ich in den letzten beiden Jahren mit unserem Haus und mit dem Geld meiner Mutter gemacht habe, fertiggestellt. Die letzten zwei Wochen lang hatte ich kaum an etwas anderes als diese Zahlen gedacht. Seit es morgens früher hell wird, geht es mir so, daß ich länger schlafen kann und vom Hellwerden aufwache. Und da hatte ich gestern einen Traum, der mir noch nach dem Aufwachen ganz deutlich in Erinnerung blieb: Mein Vater, der Schlepper-Konstrukteur, der nie einen Führerschein hatte, hatte den Citroen 2CV öfter als ein gut konstruiertes Auto gelobt, und die letzten Tage hatte ich auf unserer Straße wieder mal einen gesehen. In einem irgendwie speziellen Fahrzeug meines Vaters saß ich also auf der Rückbank irgendwo auf dem Lande auf einer sehr engen Straße, und meine Eltern und meine Schwester waren ausgestiegen und ein wenig weg gegangen, ich war ganz allein in dem sonderbaren Vehikel. Ich dachte: Ob das Ding wohl auch fährt? Kaum gedacht, fuhr es auch schon los. Ich hatte keinen Zündschlüssel gedreht und kein Pedal gedrückt, es fuhr einfach. Ganz langsam. Auf der Straße, an der hier und kleine Häuser standen, hatten die Leute Holz gestapelt und allerhand andere Sachen lagen herum, da konnte schon lang kein Auto mehr gefahren sein, es war auch eine Sackgasse. Ich sah die Holzstapel auf mich zukommen und versuchte von der Rükbank aus, das Lenkrad zu fassen, um auszuweichen, fand es aber nicht. Doch das Gefährt fuhr an allen Hindernissen exakt knapp vorbei, ohne sich daran zu kratzen. Nach einer Weile blieb das sonderbare Auto von selbst stehen, und das war gut so, denn die Straße war bald zuende, weiter hinten fing Wald an. Vor mir lag ein asphaltierter Platz ohne Gerümpel, groß genug, daß ich mir zutraute, das Ding darauf wenden und wieder zurück fahren zu können, bevor meine Eltern wiederkommen und das Auto vermissen würden. Dazu wollte ich aber aussteigen und mich richtig, wie es sich gehört, auf den Fahrersitz setzen und das Lenkrad gebrauchen. Da kam ein Mädchen ungefähr in meinem Alter zu Fuß von der Seite und machte sich um das Auto herum verschiedenes zu schaffen, hob dies und das vom Boden auf, als ob sie etwas mit dem Auto zu tun hätte, stieg aber weder ein noch sprach sie etwas oder sah mich auch nur an. Ich wartete daher noch mit dem Aussteigen und der Rückfahrt, bis ich wßte, was die will— und da war der Traum zuende. Ich war die ganze Zeit zwar etwas aufgeregt, hatte aber nie Angst vor einem Unglück.

zul. bearbeitet 2026-02-13 08:54:48